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Marktprämien für solare Dachanlagen weiterhin wenig nachgefragt

Bei den Eigentümern von großen Immobilien, die sich für eine Solaranlage entschieden haben, ist das Interesse an einer Vergütung des eingespeisten Stroms weiterhin gering. Das zeigt auch die jüngste Ausschreibung von Marktprämien für Strom aus Anlagen des sogenannten zweiten Segments. Dazu gehören Solaranlagen auf Gebäuden und Lärmschutzwänden. An dieser Auktion können Anlagen ab einer Leistung von 750 Kilowatt teilnehmen. Anlagen ab einem Megawatt müssen in die Ausschreibung gehen, wenn deren Betreiber etwas für den eingespeisten Strom bekommen wollen.

Doch die Hürden, die durch die Ausschreibung aufgebaut werden, sind offensichtlich so hoch, dass die Immobilieneigentümer lieber ohne Vergütung bauen. Zumal es sich hier in der Regel um Gewerbe- und Industriegebäude handelt, in denen ein Großteil des auf dem Dach produzierten Stroms ohnehin selbst verbraucht wird. Dieser wird entweder vom Eigentümer der Immobilie selbst genutzt oder an die Mieter im Gebäude mittels eines Stromliefervertrags verkauft.

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108 Projekte bekommen eine Marktprämie

So kommt die Tatsache zustande, dass sich jüngst um die ausgeschriebene Leistung von 296 Megawatt nur 125 Projekte mit einer Gesamtleistung von 238 Megawatt beworben haben, wie die Bundesnetzagentur mitteilt. Im Vergleich zur vorhergehenden Ausschreibung im Februar dieses Jahres ist das Interesse aber immerhin gestiegen. Damals wurden nur Gebote mit einer Gesamtleistung von 177 Megawatt für eine etwas geringere Ausschreibungsmenge von 283 Megawatt eingereicht.

Interesse an Marktprämien für solare Dachanlagen sinkt

Dazu kommt noch, dass die Bundesnetzagentur 17 Gebote mit einer Leistung von 29 Megawatt aus formalen Gründen von der Vergabe der Marktprämien ausgeschlossen hat. Damit werden aber alle restlichen 108 Projekte mit einer Gebotsmenge von 209 Megawatt mit einer Marktprämie ausgestattet.

Durchschnittspreis gestiegen

Das größere Interesse hat sich nicht auf den Wettbewerb um die niedrigste Vergütung niedergeschlagen. Im Gegenteil: Der mengengewichtete Durchschnittspreis für die Marktprämien ist sogar von 9,56 Cent pro Kilowattstunde im Februar auf 9,72 Cent pro Kilowattstunde leicht gestiegen. Dies liegt hauptsächlich daran, dass das niedrigste Gebot bei dieser Ausschreibung bei 8,40 Cent pro Kilowattstunde lag. Bei der vorherigen Runde betrug es noch 7,88 Cent pro Kilowattstunde.

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Die höchsten Gebote reichten wieder an den maximal zugelassenen Wert von zehn Cent pro Kilowattstunde heran. Offensichtlich hat sich die Tatsache herumgesprochen, dass alle Projekte eine Marktprämie bekommen, wenn die Projektierer keine formalen Fehler bei der Einreichung machen. Dies führt dazu, dass ein großer Teil der Gebote an der Höchstgrenze liegt, was dazu führt, dass der mengengewichtete Gebotspreis noch näher an den Höchstwert heranreicht.

Viele Anlagen entstehen im Norden

Regional hat sich kaum eine Verschiebung ergeben. Denn auch in dieser Auktionsrunde liegt Nordrhein-Westfalen vorn, mit 21 Projekten mit einer Gesamtleistung von 49 Megawatt, die mit einer Marktprämie bedacht werden. Knapp dahinter liegt Niedersachsen mit 19 Zuschlägen für eine Gesamtleistung von 36 Megawatt. Weitere 13 Marktprämien für Projekte mit einer Gesamtleistung von 22 Megawatt gehen nach Baden-Württemberg. Damit liegt das Ländle knapp vor Bayern. Im Freistaat bekommen elf Projekte mit einer Leistung von 21 Megawatt eine Marktprämie. Auch Hessen liegt in der Spitzengruppe mit zehn Zuschlägen für Anlagen mit einer Leistung von 20 Megawatt. Die restlichen 34 Zuschläge für eine Leistung von 61 Megawatt verteilen sich auf die verbleibenden Bundesländer.