Der chinesische Wechselrichter- und Speicherhersteller Sungrow baut derzeit in Wałbrzych in der polnischen Woiwodschaft Dolnośląskie (Niederschlesien) seine erste Produktionsstätte in Europa. Die Anlage wird auf über 65.400 Quadratmetern errichtet. Rund 230 Millionen Euro investiert Sungrow in die neue Fabrik, die innerhalb von zwölf Monaten in Betrieb gehen soll.
Qualität sicherstellen
Nach der Fertigstellung werden in Wałbrzych jedes Jahr Speicher mit einer Gesamtkapazität von 12,5 Gigawattstunden und Wechselrichter mit einer Gesamtleistung von 20 Gigawatt vom Band laufen. Sungrow setze dabei auf moderne Fertigungs- und Qualitätssicherungsprozesse, um eine hohe Qualität bei Leistung, Zuverlässigkeit und Sicherheit sicherzustellen, wie das Unternehmen mitteilt.
Gezielt auf Marktanforderungen reagieren
Mit dem neuen Werk will Sungrow seine Präsenz auf dem europäischen Markt ausbauen. Rund 400 Mitarbeiter wird Sungrow in dem neuen Werk beschäftigen. „Das neue Werk markiert einen wichtigen Meilenstein für Sungrow in Europa“, sagt Shawn Shi, Präsident von Sungrow Europe. „Es bringt uns näher an unsere Kunden und ermöglicht uns, schneller und gezielter auf Marktanforderungen zu reagieren. Gleichzeitig trägt die Anlage dazu bei, europäische Lieferketten zu stabilisieren und qualifizierte Arbeitsplätze zu schaffen.“
Polen gewinnt als Standort an Bedeutung
Auch für die Region ist das Projekt ein Meilenstein. „Wir arbeiten seit Jahren daran, ein attraktives Umfeld für nationale und internationale Unternehmen zu schaffen“, sagt Marcin Lerner, Präsident des Vorstands der Sonderwirtschaftszone Wałbrzych. „Die Investition von Sungrow zeigt, dass Polen innerhalb der europäischen Wertschöpfungskette für saubere Energie an Bedeutung gewinnt. Gleichzeitig macht sie deutlich, dass Regionen wie Niederschlesien mit ihrer industriellen und technologischen Kompetenz zu den gefragtesten Standorten für Zukunftstechnologien zählen.“
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Logistik in Europa verbessern
Zusätzlich zur Produktion will Sungrow mit dem neuen Werk auch seine Logistik in Europa verbessern. Das Unternehmen verlagere damit zentrale Fertigungsschritte näher an seine Kunden, verkürze dadurch Lieferzeiten und gestalte Vertriebsprozesse effizienter. Damit soll die gesamte Wertschöpfungskette widerstandsfähiger aufgestellt werden. „Niederschlesien blickt auf eine lange industrielle Tradition zurück, insbesondere in den Bereichen Elektronik, Automatisierung und moderne Fertigung“, nennt Shawn Shi einen der Gründe, dass sich Sungrow für Wałbrzych als Standort entschieden hat. „Das macht die Region zu einem idealen Standort für unser neues Werk. Wir wollen gezielt vor Ort einstellen und gemeinsam mit den Gemeinden wachsen, in denen wir tätig sind“, betont Shawn Shi.