Der Hersteller Danfoss richtet vom 19. bis 21. Mai 2026 eine Online-Fernwärme-Konferenz unter dem Motto „Transformation, Abwärmenutzung und Best Practices" aus. Die kostenfreie Veranstaltung wendet sich an Stadtwerke, Kommunen, Wärmenetzbetreiber sowie Planungsbüros und Industrievertreter. Im Mittelpunkt stehen Lösungen für eine klimafreundliche und wirtschaftliche Wärmeversorgung.
Das Programm umfasst Keynotes, Fachvorträge und interaktive Praxisdialoge. Die Themen reichen von Contracting-Geschäftsmodellen über den Einsatz von CO₂-Großwärmepumpen und hybriden Energiezentralen bis zur Nutzung von Abwärme aus Industrie und Rechenzentren. Zudem erhalten Teilnehmer Einblicke in energiepolitische Entwicklungen auf europäischer und nationaler Ebene sowie in digitale Betriebsstrategien.
Erschließung industrieller Wärmequellen
Ein Schwerpunkt der Konferenz liegt auf der Nutzung bisher ungenutzter Wärmequellen. Die Veranstaltung behandelt die Frage, wie diese Potenziale technisch integriert, wirtschaftlich bewertet und unter den aktuellen regulatorischen Rahmenbedingungen erschlossen werden können. Dabei werden Standardlösungen präsentiert, um Wärme aus Rechenzentren systematisch nutzbar zu machen. Die Industrie biete erhebliche Möglichkeiten zur Dekarbonisierung von Wärmenetzen, wie anhand einer Lösung zur Einbindung industrieller Prozesswärme am Standort Neuburg an der Donau gezeigt wird.
Digitale Werkzeuge für effiziente Netze
Digitale Technologien spielen eine zunehmend wichtige Rolle für effiziente Wärmenetze. Die Konferenz zeigt, wie digitale Zwillinge, Simulationssoftware und Monitoring-Systeme helfen, die Komplexität hybrider Energiezentralen zu beherrschen und Betriebsabläufe zu optimieren. Das Spektrum reicht von der Integration von CO₂-Großwärmepumpen bis zur Feinabstimmung der Netzhydraulik.
Ein weiterer Programmpunkt ist der „Kompass Wärmewende", der eine Einordnung aktueller politischer Initiativen auf europäischer und nationaler Ebene liefert. Ziel ist es, den Teilnehmern eine Orientierung für die langfristige Planung ihrer Transformationsprojekte zu geben.
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Praxisbeispiele aus Kommunen
Ein wesentlicher Teil der Konferenz widmet sich dem Transfer von der strategischen Planung in die technische Umsetzung. Das Themenspektrum reicht von Erfahrungen bei der Realisierung moderner Wärmeverbünde über die Integration regenerativer Quellen bis zur technologischen Weiterentwicklung bestehender Netze.
Am Beispiel von Neubrandenburg und Prenzlau wird die thermische Erschließung durch die Einbindung mitteltiefer Geothermie analysiert. Die Vorteile einer systemischen Planung verdeutlicht das Projekt in Ludwigsburg-Kornwestheim, das die Mehrwerte einer digitalen Verbundplanung aufzeigt.
Die Teilnahme an der Fernwärme-Konferenz 2026 ist kostenfrei. Weitere Informationen zum Programm und zur Anmeldung finden sich HIER.