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Speicher optimiert in den Energiemarkt bringen

Große Batteriespeicher werden dann wirtschaftlich, wenn sie einerseits optimal gesteuert und andererseits mit verschiedenen Geschäftsmodellen gefahren werden. Die Eigenverbrauchsoptimierung reicht im Gewerbe und als Co-Location in Kombination mit der Solaranlage nicht aus. Beides zusammen haben die Furo und Luox Energy verbunden. Sie optimieren den Speicherbetrieb so, dass dieser an den Strommärkten teilnehmen kann.

Speicher an den Markt anbinden

Furo hat eine Plattform für die Speicherplanung, die Speicheroptimierung und die Speichersteuerung entwickelt. Dies koppeln die Projektpartner mit den zeitvariablen Stromprodukten von Luox Energy. Dadurch können die Batteriespeicher wirtschaftlich in den Strommarkt eingebunden werden.

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Damit können die Speicher nicht nur den Eigenverbrauch optimieren, Lastspitzen in Gewerbebetrieben reduzieren oder den produzierten Solarstrom optimiert einspeisen, sondern auch ihre freien Kapazitäten dem Markt zur Verfügung stellen. Welche Betriebsführung dabei sinnvoll ist, hängt vom jeweiligen Standort, dem Lastgang, der Erzeugungsanlage und der Auslegung des Speichers ab. Der Vorteil ist, dass die Gewerbetreibenden und Investoren dies nicht einmalig in der Planungsphase entscheiden müssen. Schließlich ändert sich viertelstündlich, welcher Anwendungsfall Vorrang hat.

Betriebsstrategie am realen Lastgang auslegen

Die Plattform von Furo deckt diesen Lebenszyklus vollständig ab – von der Auslegung über das Energiemanagement bis zum laufenden, prognosebasierten Betrieb. Zunächst werden Speichergröße, Wirtschaftlichkeit und Betriebsstrategie auf Basis des realen Lastgangs ausgelegt. Im Betrieb übernimmt eine intelligente Steuerung die Fahrweise des Speichers. Auf der Plattform werden dazu Lastspitzen prognostiziert und mit den Strompreisen abgeglichen. Der Speicher fährt entsprechend dieser Werte im optimalen Punkt – entweder über das Energiemanagementsystem von Furo oder über ein bestehendes EMS.

Strombezug an Marktpreise koppeln

Luox Energy ergänzt diese Fahrweise um die Dimension der Marktanbindung der Gewerbespeicher. So koppelt der Anbieter von dynamischen Strompreisen den Strombezug an viertelstündliche Börsenstrompreise. Damit können Gewerbe- und Industriekunden niedrige Preisphasen für ihren Strombezug nutzen, wenn sie entsprechend flexibel Strom verbrauchen. Wie groß der wirtschaftliche Vorteil dabei ist, hängt natürlich vom Verbrauchsprofil, der Betriebsstrategie und der Entwicklung der Börsenstrompreise ab. Um diese Vorteile zu nutzen, übersetzt die Plattform von Furo die viertelstündlichen Preissignale in konkrete Lade- und Entladefahrpläne für den Speicher.

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Einspeisung zum hohen Börsenstrompreis

Außerdem können die Betreiber der Gewerbespeicher und einer dazugehörigen Solaranlage die Einspeisung so steuern, dass der Strom maximale Erlöse an der Strombörse bringt. Denn Luox kann über die Furo-Plattform den Strom auf Basis viertelstündlicher Börsenpreise direkt vermarkten.

Auf diese Weise können bei geeigneten Anlagen neben dem Strombezug auch die Vermarktung und der Zeitpunkt der Einspeisung in die wirtschaftliche Betrachtung einfließen. Den Einspeisezeitpunkt bestimmt dabei die Optimierung von Furo – auf Basis eigener Preis-, Erzeugungs- und Lastprognosen.

Gewerbespeicher verdient Geld im Betrieb

Welche der beiden Optionen infrage kommt, können die Projektentwickler und Gewerbebetriebe auf der Plattform von Furo auswählen und bei der Konzeption eines Speicherprojekts berücksichtigen. Dadurch werden auch die Chancen für einen marktpreisgekoppelten Strombezug und die dynamische Direktvermarktung schon in einer frühen Projektphase sichtbar. Doch auch in der Betriebsphase kann der Speicher optimiert und auch später noch auf Basis der tatsächlichen Preise des jeweiligen Tarifs von Luox gefahren werden. „Denn ein Gewerbespeicher verdient sein Geld nicht in der Planung, sondern in jeder einzelnen Viertelstunde des Betriebs“, sagt Lena Voß, Gründerin von Furo. „Wir legen Speicher nicht nur aus – wir betreiben sie prognosebasiert, wechseln laufend zwischen den Anwendungsfällen. Mit Luox Dynamisch RLM und Luox Direktvermarktung bekommen wir auf beiden Seiten, Bezug und Einspeisung, die Preissignale, auf die unsere Optimierung reagieren kann.“

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Der höchste Wert entscheidet

Denn die prognosebasierte Multi-Use-Optimierung setzt auf die Werte des Energiemanagements von Furo auf. Dieses erfasst Last, Erzeugung und Speicherzustand, bindet Wechselrichter, Speicher und Zähler an und setzt die Fahrpläne der Optimierung im Feld um.

Zusätzlich bewertet es fortlaufend, welcher Anwendungsfall in der jeweiligen Viertelstunde den höchsten Wert hat – Lastspitzenkappung, Eigenverbrauch, günstiger Netzbezug zum Börsenstrompreis von Luox oder die Einspeisung zum Börsenstrompreis ebenfalls über Luox. Entsprechend priorisiert das Energiemanagement den Betrieb.

Energienutzung und Einspeisung zusammen denken

Bezug und Einspeisung werden damit nicht getrennt betrachtet, sondern in einer gemeinsamen Optimierung gefahren. „Bei der Planung und Nutzung von gewerblichen Batteriespeichern sollten das eigene Energiemanagement, der Netzbezug und die Einspeisung zusammen gedacht werden. Gemeinsam mit Furo ermöglichen wir es Betreibern, die Marktanbindung frühzeitig in die Planung einzubeziehen und die Wirtschaftlichkeit ihrer PV-Speicherkombination zu verbessern“, sagt Christian Chudoba, Geschäftsführer von Lumenaza. Das Berliner Unternehmen hat 2024 Fuox Energy entwickelt.

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Erste Projekte gestartet

Die ersten Pilotprojekte haben die beiden Partner auch schon gestartet. Hier wird der reale Speicherbetrieb erprobt. Die Partner testen, wie die Fahrpläne auf die viertelstündlichen Preise der Luox-Produkte reagieren, wie sich Lastspitzenkappung, Eigenverbrauch und Marktoptimierung im Alltag gegeneinander abwägen lassen und welche Erlöse die Vermarktung freier Kapazitäten beisteuert. Maßstab sind dabei die tatsächlichen Betriebsergebnisse, nicht Simulationsrechnungen, betonen Furo und Luox Energy.

Auf Basis der in den Piloprojekten gesammelten Erfahrungen wollen die beiden Partner dann einen standardisierten Prozess für weitere Speicherprojekte entwickeln. Dieser reicht von der Auslegung des Speichers über die Inbetriebnahme bis zum optimierten Dauerbetrieb.