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Sektorkopplung

Vorreiter bei der Stromveredelung

Bernd Buchholz, Minister für Wirtschaft in Schleswig-Holstein, wendet sich im Vorfeld der Husum Wind an die Windbranche.

Inhaltsverzeichnis

Erneuerbare Energien sind ein zentrales Thema – für die künftige Energieversorgung Deutschlands, für das Erreichen der gesetzten Klimaziele unseres Landes, aber natürlich auch für Schleswig-Holstein selbst, das Windenergieland schlechthin. Deshalb ist die Energiewende die zentrale Aufgabe unserer Gesellschaft.

Schleswig-Holstein: Land der Innovationen

Bereits in den 1920er-Jahren beginnt Schleswig-Holsteins Geschichte der Innovationen. Waren es in den Anfängen noch sogenannte „Texasräder“, die den wachsenden Bedarf an Energie auf den Bauernhöfen deckten, sind heutzutage Ostsee und Nordsee das Herzstück der gesamten europäischen Offshore-Windenergie. Inzwischen erzeugen Windenergieanlagen mehr Strom, als in Schleswig-Holstein verbraucht wird. Unternehmen und Forschungseinrichtungen im ganzen Land arbeiten daran, mit Innovationen noch größere Wirkungsgrade zu erzeugen.

Die Sonderpublikation Wind Innovation, die der aktuellen Ausgabe von ERNEUERBARE ENERGIEN beliegt, aber auch die Messe Husum Wind, die am 10. September beginnt, eignen sich hervorragend, um innovative Ideen rund um die Sektorenkopplung zu präsentieren. Denn inzwischen ist die Nutzung der Windenergie weit mehr als nur Planung, Bau und Betrieb von Windkraftanlagen. Immer mehr gewinnt die „Veredelung“ des umweltfreundlich erzeugten Stroms, zum Beispiel die Umwandlung grünen Stroms in Wasserstoff, an Bedeutung.

Die Sektorenkopplung und die Nutzung von Wasserstoff spielen für die Energiewende eine wesentliche Rolle. So soll Norddeutschland die in Deutschland führende Region mit einer vollständigen Wertschöpfungskette einer grünen Wasserstoffwirtschaft werden. Dafür erarbeiten Hamburg und Schleswig-Holstein sowie Mecklenburg-Vorpommern, Bremen und Niedersachsen aktuell ein Eckpunktepapier mit dem Ziel einer gemeinsamen norddeutschen Wasserstoff-Strategie.

Daneben hat die Landesregierung eine Initiative zur Reform des Umlagen-, Abgaben- und Steuersystems (der sogenannten staatlich induzierten Preisbestandteile) verbunden mit einer Forderung nach einer CO2-Bepreisung in den Bundesrat eingebracht. Außerdem unterstützt die Landesregierung die Aktivitäten des Projekts Norddeutsche Energiewende NEW 4.0 zur Flexibilisierung und Marktintegration der erneuerbaren Energien.

Für einen kräftigen Rückenwind für den Energiestandort Westküste haben Ende Juli die Gewinner im bundesweiten Ideenwettbewerb „Reallabore der Energiewende“ gesorgt. Das „Reallabor 100 Westküste“ und das „Norddeutsche Reallabor“, ein länderübergreifendes Projekt aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern, wurden prämiert.

Mit der Investitionsbank (IB.SH) und der Wirtschaftsförderung und Technologietransfer Schleswig-Holstein GmbH (WT.SH) stehen zentrale Landeseinrichtungen zur Förderung und fachlichen Beratung zur Verfügung. Im Sinne einer gelingenden Energiewende und um die fast hundertjährige Erfolgsgeschichte der Windkraft fortzuschreiben, kann ich nur jeden ermutigen, die Angebote anzunehmen und sich weiter für die Innovation in dieser für das Land so wichtigen Branche einzusetzen.

Dr. Bernd Buchholz

Minister für Wirtschaft, Verkehr, Arbeit, Technologie und Tourismus

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