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Drei Kostentreiber: So teuer wird Heizen mit Gas 2040

Das Heizen mit Gas könnte künftig deutlich teurer werden als heute: Laut einer Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft (IW) bergen die neuen Regelungen des Gebäudemodernisierungsgesetzes erhebliche Kostenrisiken für alle, die weiterhin auf eine Gasheizung setzen: Bis 2040 könnten sich die Heizkosten verdoppeln.

Das neue Gesetz erlaubt den Einbau fossiler Heizungen, sofern sie schrittweise mehr klimafreundliche Gase wie Biogas nutzen. Die vermeintlich günstigere Anschaffung einer Gasheizung werde sich aber wegen der „Biotreppe“ durch höhere Betriebskosten deutlich verteuern, warnen die Wissenschaftler. Ursache dafür sei vor allem der hohe Preis für knappen „grünen Gase“.

Verstößt das Gebäudemodernisierungsgesetz gegen die Verfassung?

Typische Altbauwohnung untersucht

Das IW hat für eine typische teilsanierte Altbauwohnung in einem Mehrfamilienhaus mit einem Jahresverbrauch von 10.000 Kilowattstunden mehrere Szenarien berechnet. Das Ergebnis sei sogar für das Durchschnittsszenario alarmierend, heißt es in einer Presseinformation: Die jährlichen Kosten verdoppelten sich nahezu –  von rund 1.080 Euro im Jahr 2026 auf 1.952 Euro im Jahr 2040. Mit einem Anteil von mehr als 70 Prozent entfalle der größte Teil des Kostenanstiegs auf die verpflichtende Beimischung klimafreundlicher Gase. 

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Drei Faktoren treiben laut IW die Kosten:

Beimischung klimafreundlicher Gase: Neue fossile Heizungen müssen schrittweise höhere Anteile klimafreundlicher Brennstoffe nutzen. Der Anteil an Biomethan und anderen klimafreundlichen Gasen startet 2029 bei zehn Prozent und wächst bis 2040 auf 60 Prozent. Weil Biomethan und Wasserstoff auf absehbare Zeit eine knappe Ressource bleiben, steigen die Preise: 2040 müssen Gasheizungsbesitzer mit Mehrkosten von 643 Euro im Jahr rechnen.

Gasnetzentgelte: Neben dem Gaspreis fallen Gebühren für das Gasnetz an. Weil künftig immer mehr Haushalte auf Wärmepumpen und Fernwärme umsteigen, verteilen sich die Fixkosten auf weniger Anschlussnutzer – die Gebühren pro Anschluss steigen. Zusatzkosten im Jahr 2040: 184 Euro jährlich.

CO₂-Preise: Wer mit Gas heizt, verursacht CO₂ und zahlt dafür einen steigenden CO₂-Preis. Dieser Effekt schlägt mit 44 Euro zu Buche und ist relativ klein im Vergleich zu den anderen Faktoren, da durch die sogenannte Bio-Treppe die Anteile von fossilem Erdgas sinken müssen.

Gasheizung: Vermieter müssen sich an Kosten beteiligen – Gaswirtschaft jammert

Kritik an irreführender Politik

„Die Politik verkauft das neue Heizungsgesetz als Freiheit im Heizungskeller – ohne Mehrkosten. Das ist irreführend“, kritisiert IW-Experte Ralph Henger. „Wer sich für eine neue Gasheizung entscheidet, zahlt am Ende drauf – Vermieter wie Mieter“, so Henger.