Foto: Petair - Fotolia.com

E-Mobilität

Deutschland liefert Batterien für schwedische E-Busse und E-Lkw

Der Darmstädter Hersteller von Lithium-Ionen-Batteriesystemen Akasol erweitert seinen Rahmenvertrag mit einem schwedischen Nutzfahrzeughersteller.

Nicole Weinhold

Großauftrag für elektrische Busse und Lkws: Akasol erweitert Rahmenvertrag mit schwedischem Nutzfahrzeughersteller. Die bestehende Zusammenarbeit mit dem schwedischem Bus- und Lkw-Hersteller wird deutlich ausgeweitet. Akasol erhält einen Folgeauftrag zur Lieferung von Batteriesystemen der nächsten Generation bis Ende 2023. Das Auftragsvolumen liegt im mittleren bis oberen dreistelligen Millionen-Euro-Bereich. Die Darmstädter liefern bis Ende 2023 Lithium-Ionen-Batteriesysteme der zweiten Generation vom Standort Langen, sowie vom geplanten neuen Standort in den USA.

Schnellladefähige Batteriesysteme

Mit der zweiten Generation erhält der Kunde ab 2020 Hochleistungs-Batteriesysteme für Busse und Trucks, die im identischen Bauraum und bei vergleichbarem Gewicht 30 Prozent mehr Energiedichte und somit mehr Reichweite erzielen. Darüber hinaus sind die Batteriesysteme schnellladefähig, was ein besonderes Anliegen des Kunden ist.

„Mit der kontinuierlichen Verbesserung unserer Batteriesysteme erweitern wir sukzessive die Anwendungsmöglichkeiten für elektrisch betriebene Busse und Nutzfahrzeuge. Zum elektrischen Stadtbus kommen jetzt in beeindruckendem Tempo Kurz- und Mittelstrecken-Lkws dazu, wie der Folgeauftrag aus Schweden unterstreicht“,kommentierte Sven Schulz, Vorstandsvorsitzender von Akasol, den neuen Rahmenvertrag. „Allein durch diesen Auftrag können die CO2-Emissionen um rund 300.000 t pro Jahr auf Basis des aktuellen Strommix gemindert werden. Die Luftqualität in den Städten, die diese elektrischen Fahrzeuge einsetzen wird sich merklich verbessern."

Expansion

Carsten Bovenschen, Finanzvorstand der Akasol AG: „Durch den neuen Vertrag haben wir die weitere Zusammenarbeit nachhaltig und langfristig ausgerichtet. Das Auftragsvolumen stützt das geplante Wachstum und sichert unseren Auftragsbestand auf hohem Niveau. Aus diesem Grund haben wir geplante Investitionen in Organisation, Infrastruktur und Produktionskapazitäten teilweise vorgezogen, um damit unsere nachhaltige Expansion und den Hochlauf der Serienproduktion in unserer teilautomatisierten Fabrik in Langen bei Frankfurt/Main zu realisieren.“

Batteriesysteme für 3.000 Nutzfahrzeuge

Akasol ist ein deutscher Hersteller von Hochleistungs-Lithium-Ionen-Batteriesystemen für Busse, Nutzfahrzeuge, Schienenfahrzeuge, Industriefahrzeuge, sowie für Schiffe und Boote mit fast 30 Jahren Erfahrung. Mit Unternehmenssitz in Deutschland betreibt Akasol in Langen (Hessen) eine Fertigungsanlage mit einer Produktionskapazität von bis zu 300 MWh im Jahr, die bis 2020 auf bis zu 800 MWh ausgebaut werden wird. Nach Kenntnis von Akasol ist dies Europas größte Lithium-Ionen-Batteriesystem-Produktionsanlage für Nutzfahrzeuge, die derzeit pro Jahr je nach Batteriegröße Batteriesysteme für bis zu 1.500 vollelektrische Busse oder für bis zu 3.000 mittelgroße Nutzfahrzeuge produzieren kann.

Foto: Deutsche Messe

Anzeige

Leitmesse für integrierte Energiesysteme

Die Leitmesse Integrated Energy eröffnet im Rahmen der Hannover Messe vom 1. bis 5. April ihre Pforten. Treffen Sie Entscheider aus Politik und Wirtschaft.

Foto: M.Gove - Fotolia.com

Ausschreibungen

Windparkprojektierer halten sich weiter zurück

Die Angebotslücke in deutschen Ausschreibungen für Windparks an Land verstetigt sich. Der jüngste Tender sichert nur 70 Prozent des gewollten Zubauvolumens.

Foto: Julian Herzog

Kommentar zum Größenwachstum

Lektion A380 - Grenzen des Größenwahns

Was die Windbranche vom Ende des Airbus A380 lernen kann.

Foto: Calyxo

Photovoltaikmarkt

Produktion in Deutschland ist profitabel

Die Dünnschichtproduktion ist auch in Deutschland profitabel möglich. Denn die Unternehmen sind klein und die Preisreduktion folgt einer anderen Logik als bei der kristallinen Technologie.