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Offshore

Vattenfall gewinnt Null-Cent-Ausschreibung in den Niederlanden

Mehrere Unternehmen hatten sich an der niederländischen Auktion für den subventionslosen Bau des Offshore-Windparks mit einer Leistung von 700 MW beteiligt, darunter neben Vattenfall auch norwegische Ölkonzern Statoil und die deutsche RWE-Tochter Innogy.

Das niederländische Wirtschaftsministerium hatte im Oktober einen Kriterienkatalog vorgelegt, mit dem die Gebote nun bewertet werden. Ausgeschrieben wurden zwei Lose mit jeweils 350 MW Leistung. Mit ihrer Vergabe ohne staatliche Subvention hatte die niederländische Regierung auf die Ausschreibungsergebnisse in Deutschland reagiert, wo EnBW und Ørsted Gebote über null Cent/kWh abgegeben hatten. „Hollandse Kust Zuid“ war in erster Linie als Test gedacht, ob sich ein solches Resultat wiederholen lässt.

Zum Gewinn der Ausschreibung sagte Magnus Hall, President und CEO von Vattenfall: „Das sind sehr gute Nachrichten für Vattenfall und für die Niederlande. Mit Blick auf unser weiteres Wachstum in der Erzeugung erneuerbarer Energien ist dies ein großer Schritt vorwärts für unser Unternehmen. In den Jahren 2017-2018 planen wir Investitionen in Höhe von 1,5 Milliarden Euro in den weiteren Ausbau der Windenergie.“

Der Windparks wird sich auf 356 Quadratkilometern Gesamtfläche erstrecken und liegt rund 22 Kilometer vor der Küste westlich von Den Haag in der Nordsee.

Vattenfall kündigte an, jetzt die konkreten Vorbereitungen für das Projekt fortzuführen, dazu zähle unter anderem das Design des Windparks. Anschließend sollen die Ausschreibungen der Hauptgewerke erfolgen. Diese Schritte unterliegen der Zustimmung des Vattenfall Board of Directors. In der Ausschreibung um „Hollandse Kust Zuid“ ist festgelegt, dass der Windpark fünf Jahre nach Erhalt der Genehmigung komplett in Betrieb sein muss. Die deutschen Windparks „He dreiht“ (EnBW) und „Borkum Riffgrund West 2“ (Ørsted) werden erst 2024/25 in Betrieb gehen. (Katharina Wolf)