Image
Enova-Altwindpark Waldfeucht im Kreis Heinsberg-web(ENT_ID=4330.jpeg
Foto: ENOVA
Der 25-Megawatt-Altwindpark im Kreis Heinsberg, mit dem die Enova-Beteiligungsgesellschaft in das Ü-20-Geschäft einsteigt. 

Ü-20-Windenergieanlagen

Enova gründet Altwindparksparte

Die Übergangsfinanzierung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes löst den Knoten: Windkraftunternehmen richtet Altwindpark-Beteiligungssparte ein.

Wie das ostfriesische Traditionsunternehmen der Windenergiebranche jetzt mitteilte, will es mit der neu gegründeten Gesellschaft alte Windparks kaufen und durch Austausch gegen neue Anlagen oder durch Anlagenauffrischungen und betriebswirtschaftliche Maßnahmen den Wert der Grünstromerzeugung steigern. Dabei startete die neue Gesellschaft nun mit dem Teilkauf des 25 Megawatt (MW) leistenden Windparks Waldfeucht in der niederrheinischen Bucht. Dessen 14 Enercon-Anlagen vom Typ E-66 erzeugen seit 2004 jährlich knapp 40.000 Megawattstunden (MWh). Enova will nun mit den weiterhin am Windpark beteiligten bisherigen Eigentümergesellschaften Frauenrath-Gruppe und BMR Energy Solutions das Repowering vorbereiten – also den Austausch der Windturbinen gegen neuere Anlagen nach Ablauf ihrer 20-jährigen Förderperiode durch den im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) gesicherten EEG-Einspeisetarif. 2025 werden die Partner gemäß Enova-Ankündigung  den jetzigen Turbinenbestand gegen sieben Anlagen des neuesten Nordex-Windturbinentyps N163 mit jeweils 5,7 MW Nennleistung tauschen. Mit dann 40 MW Erzeugungskapazität kann der repowerte Windpark gemäß Berechnung der Beteiligten 92.000 MWh erzeugen und somit mehr als doppelt so viel wie heute.

Um das Geschäft der neuen Altwindpark-Sparte anzuschieben, will Enova bis Ende dieses Jahres rund 100 MW an alten Windparks erwerben. Dies teilte das Unternehmen mit, allerdings ohne zu klären, ob es sich dabei um die Summe der eigenen Beteiligung oder um die addierte Erzeugungskapazität der Windparks handeln soll, an denen sich die neue Altwindpark-Sparte dann schon beteiligt.

Das EEG fördert die Einspeisung von Windstrom in einem Vergütungszeitraum von 20 Jahren mit einem Tarif, der noch etwas höher als der inzwischen tief gesunkene Strommarktpreis für Windenergie ausfällt. Ältere Windturbinen, Ü-20-Anlagen, erhalten hingegen ab 2022, spätestens ab 2023 keine erhöhte EEG-Vergütung mehr – nach ein bis zwei durch das neue EEG abgesicherten Übergangsjahren. Rund 6.000 MW werden alleine in diesen beiden ersten Jahren damit ihren bisher abgesicherten Vergütungstarif verlieren.

Schon bisher hatte das an der niederländischen Grenze beheimatete Unternehmen sich auf den Einstieg in Windparks mit einem Alter von mehr als 15 Jahren konzentriert: so genannte Ü15-Anlagen. Denn auch die Betreiber von Ü-15-Anlagen müssen in der EEG-Vergütung Abstriche hinnehmen, da schon vor Ende der Förderzeit nach meist etwa 15 Jahren der EEG-Tarif von einer erhöhten Anfangsvergütungshöhe in eine nur noch niedrige Vergütungsstufe abfällt. „Dank unseres Fokus auf ältere Windparks sind wir in der Lage Eigentümern, Betriebsführern und Asset Managern von Ü15-Windkraftanlagen bedarfsgerechte und sehr attraktive Angebote zu machen und ihnen ihre Weiterbetriebs- und Rückbaurisiken abzunehmen“, sagte Enova-Chef Helmuth Brümmer bei der Vorstellung des neuen Altwindpark-Geschäftsbereiches.

Wollen Sie über die aktuellen Entwicklungen des Geschäfts zu Altwindparkstandorten informiert bleiben? Dann abonnieren Sie doch unseren kostenlosen Newsletter! Hier können Sie sich anmelden.

ANGEBOT: Informieren Sie sich noch kurzfristig über unser Themen-Special zu Altwindparks – Rückbau und Entsorgung bis Repowering – und beteiligen sich mit einer Firmendarstellung in einer spannenden Marktübersicht!  Fragen Sie per Mail nach weiteren Informationen oder rufen Sie bei Fragen einfach an.

Foto: Kein Bildnachweis nötig

Auf ein Wort: „Einkaufsverträge von Windenergieanlagen“

Gestaltung von Einkaufsverträgen in stürmischen Zeiten

Windkraftanlage beim Erhalt der Genehmigung nicht mehr verfügbar. Worauf Planer und Hersteller achten müssen, um dieser Katastrophe zu entgehen.

Foto: Wagner & Co Solartechnik

Ü20-Anlagen

Verbände veröffentlichen Hinweispapier für ausgeförderte Solaranlagen

Welche Möglichkeiten die Besitzer von Ü20-Anlagen haben, ihren Generator weiter zu betreiben, haben verschiedene Verbände in einem gemeinsamen Hinweispapier zusammengefasst. Oberstes Gebot: Nichts überstürzen.

Foto: Solarwatt

Ü20-Anlagen

Verbände veröffentlichen Hinweispapier für ausgeförderte Solaranlagen

Welche Möglichkeiten die Besitzer von Ü20-Anlagen haben, ihren Generator weiter zu betreiben, haben verschiedene Verbände in einem gemeinsamen Hinweispapier zusammengefasst. Oberstes Gebot: Nichts überstürzen.