21.01.2018
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Klimaschutzprojekt für die Gastronomie

Mit jeder Mahlzeit CO2 sparen

Wer seine Mahlzeit mit Bedacht auswählt, kann im Vergleich zu einem klassischen Gerichte Einsparungen von über fünf Kilo CO2-Äquivalenten einsparen. Dies entspricht einer Autofahrt von 30 km. Wie man das anstellt, verrät die Klimateller-App.

 - Spargelragout: Zubereitungsdauer: 30 Min., CO2-Äquivalente pro Person: ca. 320 g
Spargelragout: Zubereitungsdauer: 30 Min., CO2-Äquivalente pro Person: ca. 320 g
Foto: Klimateller

Seit Monaten warten Klimaschützer in Deutschland auf ein Ausstiegszenario für die klimaschädliche Kohle. Vergebens. Nachdem von der Bundesregierung bei den wichtigen, großen Klimaschutzthemen nicht viel gekommen ist, sollen nun kleine Maßnahmen etwas bewirken. Klimateller-App ist ein im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative (NKI) vom Bundesumweltministerium gefördertes Projekt. Es soll dazu beitragen, in der Gastronomie klimafreundliche Gerichte zu entwickeln und anbieten zu können. Besonders klimafreundliche Gerichte der Restaurants, Cafés, Kantinen oder Imbisse sollen dann mit dem Klima-Teller-Label in der Speisekarte gekennzeichnet werden können. So soll ein Beitrag zur Minderung von Treibhausgasemissionen geleistet werden.

Unter www.klimateller.de lassen sich Gerichte und ihre CO2-Bilanz abrufen. Da sieht man zum Beispiel, dass ein Linsencurry weniger CO2 verursacht als Spargel-Ragout mit Bandnudeln. Darüber hinaus wird erklärt, welchen Effekt eine klimafreundliche Landwirtschaft hat, welche Auswirkungen die Milchproduktion auf das Klima hat und vieles mehr.

Interessant ist das Angebot für diejenigen Restaurantbesucher, die Wert auf saisonale, regionale und überwiegend vegetarische Speisen legen. Denn die Klimateller-Gerichte sollen nur Zutaten enthalten, deren Herstellung mit vergleichsweiser geringer Treibhausgasbelastung verbunden ist. Ein Label ermöglicht es den teilnehmenden Gastgebern, sich sichtbar für Nachhaltigkeit in der Ernährung zu positionieren.

Nach Angaben des Umweltministeriums lässt sich der positive Effekt messen: Jeder Klimateller muss rund ein Kilo CO2-Emmissionen gegenüber einem herkömmlichen deutschen Essen einsparen, um in der Speisekarte gelabelt werden zu können. Das entspricht etwa einer Autofahrt von sechs Kilometern. Das Projekt wird von den gemeinnützigen Initiativen Greentable und Nahhaft durchgeführt.

(Nicole Weinhold)

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6 Kommentare zu "Mit jeder Mahlzeit CO2 sparen "

  1. Christoph Heidemann - 31.01.2018, 13:36 Uhr (Kommentar melden)

    Grotesk, wofür heutzutage Geld ausgegeben wird, um sich ein gutes Gewissen zu verschaffen. Denn dass die Benutzung so einer Klimateller-App auch nur einen geringsten Beitrag zu einer Veränderung des Weltklimas beiträgt, darf aus meiner Sicht mehr als bezweifelt werden. *kopfschüttel*

  2. Manfred Hirschkorn - 24.01.2018, 11:17 Uhr (Kommentar melden)

    Nach dem Essen den Teller blitzeblank lecken - denn wenn er nicht gespült werden muß, spart man die Energie für das warme Wasser!

  3. Redunzl - 22.01.2018, 22:09 Uhr (Kommentar melden)

    Wieviel Klimateller muss ich verspeisen um eine Strecke von ca. 60 km die in der Geschwindigkeit von ca. 180 km/h (im Mittel) bewältigt wird wieder wettzumachen?

  4. Andreas Kuhn - 22.01.2018, 15:05 Uhr (Kommentar melden)

    Für die heiße Luft, die dieses Projekt erzeugt, könnte man glatt zwei Braunkohlekraftwerke weiter laufen lassen.

  5. Nicole Weinhold - 22.01.2018, 09:12 Uhr (Kommentar melden)

    Hallo Herr Kurse, danke für die Hinweise, die ich voll und ganz unterstütze.

  6. Jürgen Kruse - 21.01.2018, 14:48 Uhr (Kommentar melden)

    Hallo,
    wie sieht es mit Bio-Produkten, mit vegetarischen und veganen Gerichten aus? -- Wie steht es mit fairen Produkten?
    Wichtig wäre es auch, das Essen in Gemienschaftverpflegungen unter die Lupe zu nehmen, vor allem in Kindergärten, Schulen, Altenheimen, Krankenhäusern usw....!!

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