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Forschung

Energiespeicher verbindet Batterie mit Elektrolyseur

Ein Forschungsverbund mit Beteiligung der Technischen Universität Berlin (TU)arbeitet an einer Zink-Wasserstoff-Batterie. Sie speichert nicht nur Strom mit einem hohen Wirkungsgrad und entlädt elektrische Energie, sondern besitzt auch die Fähigkeit Wasserstoff freizusetzen. „Herzstück unserer neuen Kombi-Batterie ist eine katalytisch aktive, bifunktionelle Gaselektrode“, erklärt Peter Strasser, Leiter des Fachgebiets „Electrochemical Catalysis, Energy and Materials Sciences“ an der TU Berlin.

Entladen in Strom und Wasserstoff

Die Verbindung gelingt, indem die negative Zink-Elektrode der Batterie mit dem Prinzip der alkalischen Wasser-Elektrolyse kombiniert wird. Als positive Gegenelektrode kommt dabei eine spezielle Wasserstoff/Sauerstoff-Gas-elektrode zum Einsatz, die als Elektrokatalysator dient. „Das Besondere an dieser Zn-H2-Batterie ist also, dass beim Entladen die Energie sowohl in Form von Strom wie auch als Wasserstoffgas bereitgestellt wird“, sagt Peter Strasser.

Erste Tests des Energiespeichers ergaben einen Wirkungsgrad von 50 Prozent bei der Stromspeicherung und 80 Prozent bei der Wasserstofferzeugung. Eine Lebenszeit von zehn Jahren wird prognostiziert. Das Forschungsprojekt läuft noch bis September 2025 und wird durch das Bundesminsterium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert. Durch das im Forschungskonsortium sitzende Unternehmen Zn2H2, das bereits mehrere Patente auf das Verfahren angemeldet hat, ist bei weitereren positiven Tests eine zeitnahe Umsetzung im Markt gewährleistet. (FK)