Der geplante Systemwechsel bei Photovoltaikanlagen mit bis zu 30 Kilowatt Leistung weg von festen Einspeisetarifen hin zur verpflichtenden Direktvermarktung würde den Ausbau solcher Anlagen weiter abbremsen, so das Ergebnis einer Studie des Fraunhofer-Instituts für Solare Energiesysteme (ISE) im Auftrag des Ökostromanbieters EWS Elektrizitätswerke Schönau. Anlass waren Überlegungen von Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche (CDU), die EEG-Vergütung für kleine Anlagen vollständig zu streichen.
Laut Studie liegt die größte Hürde in bislang unzureichenden Rahmenbedingungen für die Vermarktung überschüssiger Strommengen. Gerade bei kleineren Dachanlagen seien die Prozesse kompliziert, teuer und kaum standardisiert. Bevor eine verpflichtende Direktvermarktung eingeführt werde, müssten diese Abläufe vereinfacht und technisch vorbereitet werden. (SU)