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Pflanzen senken ihren Lichtbedarf

Gerste, Ackerbohnen, Kartoffeln, Kohl und Mais benötigen unter Teilbeschattung weniger Licht für die Kohlenstofffixierung. Das zeigen Untersuchungen der Universität Hohenheim und des Forschungszentrums Jülich.

Die Forschenden untersuchten 2023 und 2024 die Photosynthese der fünf Kulturen unter realen Bedingungen in Agri-PV- und Agroforstsystemen an fünf Standorten in Deutschland. Als Vergleich dienten voll besonnte Referenzflächen. Die Messungen erfolgten mit einem mobilen Photosynthese-Messsystem direkt an den Blättern.

Pflanzen reduzieren Atmungsverluste unter Beschattung

Bei allen untersuchten Kulturen sanken unter Beschattung sowohl die Dunkelatmung als auch der Lichtkompensationspunkt. Die Pflanzen verloren damit weniger Kohlendioxid durch Atmung und benötigten zugleich weniger Licht für die Kohlenstofffixierung. Die physiologische Anpassung trat nach Angaben der Forschenden über unterschiedliche Standorte, Böden und Bewirtschaftungsformen hinweg auf.

Zwischen den beiden Anbausystemen zeigten sich Unterschiede. Unter Photovoltaikmodulen blieb die Photosyntheseleistung meist stabil. In Agroforstsystemen schwankten die Werte stärker. Als mögliche Ursache nennen die Forschenden die unregelmäßigeren Schattenmuster von Baumkronen. Mais erwies sich als C4-Pflanze empfindlicher gegenüber geringerer Lichtverfügbarkeit, da C4-Pflanzen ihre Photosynthesekapazität bei schwächerem Licht nicht vollständig ausschöpfen können. (NW)