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PV-Planer gehen leer aus

Der Run auf Marktprämien für Strom aus Solarparks hält an. So haben an der Ausschreibung, die am 1. Dezember 2025 beendet wurde, 634 Projekte mit einer Gesamtleistung von 5.247 Megawatt teilgenommen. Das ist mehr als die doppelte Leistung, die in der Vorrunde angeboten wurde. Damals gingen 258 Projekte mit einer Gesamtleistung von 2.271,5 Megawatt ins Rennen. Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, erklärt: „Die hohe Beteiligung zeigt, dass die Rahmen­bedingungen in den Ausschreibungen attraktiv sind.“

Das Problem: Mit dieser immensen Zahl an Geboten ist die jetzige Aus­schreibung mehr als doppelt überzeichnet. Denn die Bundesnetzagentur konnte nur Marktprämien für Anlagen mit einer Gesamtleistung von 2.328 Megawatt versteigern. Tatsächlich konnte die Behörde nur 262 Projekte berücksichtigen.

Bayern erhielt die meisten Zuschläge

Wenn man die 62 Gebote abzieht, die aus formellen Gründen ausgeschlossen wurden, sind immer noch 55 Prozent der Gebote leer ausgegangen. Die Zuschläge verteilen sich auf Anlagen mit zusammen 2.341 Megawatt. Das bedeutet, dass nur rund 45 Prozent der geplanten Anlagenleistung gebaut werden können.

Bayern erhielt die meisten Zuschläge mit einer Gesamtleistung von 901 Megawatt. Die meisten Marktprämien gehen an Projekte, die auf Randstreifen an Autobahnen oder Schienenwegen geplant sind. In dieser Flächenkategorie konnte die Bundesnetzagentur 125 Projekte mit insgesamt 1.150 Megawatt berücksichtigen. (SU)