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Speicher

Neue Regelungen für Speicherförderung im Ländle

Die Landesregierung von Baden-Württemberg wird auch in diesem Jahr Solarbatterien fördern. Allerdings haben sich die Regelungen leicht verändert.

Die Landesregierung von Baden-Württemberg hat neue Förderbedingungen für Solarstromspeicher verabschiedet. So wird Stuttgart zwar weiterhin die Integration von Batteriespeichern in Photovoltaikanlagen mit jährlich fünf Millionen Euro unterstützen. Doch seit 1. Februar 2019 gelten neue Regelungen. Darauf weist das Solar Cluster Baden-Württemberg hin.

So gewährt die Landesregierung in Stuttgart einen Bonus für Speicher, die an größere Hausdachanlagen angeschlossen werden. Außerdem fallen in den neue Förderung auch die Installation von Ladepunkten für Elektroautos. Diese unterstützt Stuttgart aus den Mitteln für die Speicherförderung mit 500 Euro pro Ladepunkt, wenn er netzdienlich arbeitet. Damit will die Landesregierung den Eigenverbrauch erhöhen und die Netzeinspeisung von Solarstrom minimieren. Zudem kommen in Zukunft nicht mehr nur Privatpersonen, Kommunen und Unternehmen in den Genu0 der Förderung, sondern auch Landwirte.

Förderhöhe sinkt

Im Gegensatz zur Erweiterung der möglichen Fördergegenstände senkt Stuttgart die Förderhöhe bei der Errichtung von Heimspeichern um 33 Prozent von 330 auf 200 Euro pro Kilowattstunde installierter Leistung. Diese müssen in Zukunft zusätzlich ein prognosebasiertes Batteriemanagementsystem enthalten. Damit entfällt der bisherige Bonus für solche intelligenten Speicher, auch für größere Solarbatterien.

Bei Gewerbespeichern senkt die Landesregierung die Förderhöhe um 25 Prozent von 400 auf 300 Euro. Allerdings kommt vor allem hier noch der Bonus für die Speicher in Großanlagen dazu. Grundsätzlich sind die Zuschüsse aber auf maximal 30 Prozent der Investitionssumme gedeckelt. Mit der Absenkung der Förderhöhe will die Landesregierung erreichen, dass mehr Speicher mit den gleichen Fördermitteln unterstützt werden.

Förderung schnell beantragen

Zudem hat die Landesregierung auch das Verhältnis von Größe der Solaranlagen zum Speichervolumen geändert. Bisher musste die die Leistung der Solaranlage 1,2mal größer sein als die Kapazität des Speichers. Dieses Kriterium wird ganz aufgegeben. Der Speicher darf also auch größer sein. Doch übersteigt das Speichervolumen das bisherige Verhältnis wird die darüber hinausgehende Kapazität nicht mehr gefördert.

Doch trotz gesunkenem Investitionszuschuss erwarten die Experten vom Solar Cluster Baden-Württemberg eine riesige Nachfrage nach der Förderung. Schließlich sind die Speicherpreis im vergangenen Jahr gesunken und vor allem die Unterstützung des Baus von Ladesäulen und Speichern für Landwirte wird im Ländle die Nachfrage weiter ankurbeln. Auch der Bonus für die Großspeicher wird die Nachfrage von Unternehmen steigern. Deshalb rät Franz Pöter vom Solar Cluster, sich zu beeilen. Denn er geht davon aus, dass die fünf Millionen Euro nicht bis zum Jahresende reichen werden. Wenn das Geld alle ist, wird die Förderung zumindest für dieses Jahr eingestellt. Denn um die Förderung zu bekommen, muss sie vor dem Kauf des Speichers beantragt werden. Grundvoraussetzung ist, dass der Händler oder Hersteller eine Zeitwertersatzgarantie für einen Zeitraum von zehn Jahren gewährt.

Bonus für große Solaranlagen

Gleichzeitig will Stuttgart die Hauseigentümer zu ermuntern, ihre Dächer in Zukunft mit Solarmodulen zu füllen und die Anlagen nicht mehr ausschließlich auf den Eigenverbrauch auszulegen. Dafür zahlt die Landesregierung für neue Photovoltaiksysteme zwischen zehn und 14 Kilowatt einen einmaligen Zuschuss von 400 Euro, wenn sie auch einen Speicher enthalten. Damit soll die Sonnensteuer, die dann für den Eigenverbrauch fällig werden.

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