Erneuerbare Energien bei Google bevorzugen
Der Solarprojektierer Perigus Energy hat auf dem Weiherhof im saarländischen Sötern eine sogenannte Wildpark-PV-Anlage gebaut. Dabei handelt es sich um die Verbindung von landwirtschaftlicher Damwildhaltung und der Produktion von Solarstrom auf der gleichen Fläche. Dazu haben die Installateure auf einer Teilfläche des Damwildgatters des Weiherhofes mit einer Größe von 6,9 Hektar mit 1,60 bis 1,80 Metern so hoch aufgeständert, dass auch die Hirsche darunter passen, ohne mit dem Kopf oder Geweih an die Module zu stoßen.
Schutz der Tiere stand im Mittelpunkt
Schließlich standen bei der Planung der Wildpark-PV-Anlage der Schutz der Tiere, ein schonender Umgang mit der Fläche sowie eine sichere Bauweise im Mittelpunkt. Auch beim Bau haben die Planer zusammen mit dem Landwirt von Weiherhof für ausreichend Schutz der Tiere gesorgt. Denn in der neunmonatigen Bauphase weidete das Damwild auf alternativen Gatterflächen des Hofs. Gleichzeitig wurden die Eingriffe in Natur und Landschaft auf das notwendige Mindestmaß reduziert und die Anlage so konzipiert, dass sich Damwildhaltung und erneuerbare Energieerzeugung langfristig miteinander verbinden lassen.
Denn die Module liefern nicht nur Strom, sondern bieten dem Damwild Schatten und Schutz bei Hitze, starker Sonneneinstrahlung oder widriger Witterung. Das Unternehmen weist darauf hin, dass auch die darunterliegenden Weideflächen profitieren. Denn durch die teilweise Beschattung können die Erträge in trockenen Sommerperioden stabilisiert werden. Zudem kommen ein spezieller Wildschutzzaun sowie auf die Tierhaltung abgestimmte Sicherungskonzepte für Kabelführungen und Wechselrichter zum Einsatz.
Tiere bewegen sich unter den Modulen
Dass sich das Prinzip bewährt, zeigen die ersten Ergebnisse nach Abschluss der Bauarbeiten Ende Juli. Denn seither grast die rund 150 Tiere umfassende Herde wieder auf den Flächen der Wildpark-PV‑Anlage. „Die ersten Erfahrungen sind äußerst positiv: Die Tiere nehmen die umgestalteten Flächen gut an und bewegen sich selbstverständlich unter und zwischen den Modulreihen“, berichtet Wolfgang Welter, Inhaber und Betreiber des Weiherhofes. „Wir werden die Entwicklung weiterhin eng begleiten und das Verhalten der Tiere fortlaufend beobachten und dokumentieren.“
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Konzept funktioniert in der Praxis
Die Erfahrungen aus dem laufenden Betrieb sollen dazu beitragen, das Konzept für weitere Wildpark-PV-Projekte in Deutschland weiterzuentwickeln, teilt Perigus Energy mit. „Von Beginn an stand für uns im Mittelpunkt, die Bedürfnisse der Tiere ebenso zu berücksichtigen wie die Anforderungen an eine leistungsfähige und nachhaltige Energieerzeugung“, betont Annemarie Röbl, Leiterin Projektmanagement bei Perigus Energy. „Es freut uns, dass die Wildpark-PV-Anlage nun erfolgreich und termingerecht ans Netz gegangen ist, die Tiere die Flächen bereits wieder nutzen und das Konzept in der Praxis funktioniert.“
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Gemeinde ist beteiligt
Die Anlage hat eine Gesamtleistung von 8,3 Megawatt und liefert jedes Jahr voraussichtlich 9,5 Millionen Kilowattstunden sauberen Sonnenstrom. Davon profitiert aber nicht nur der Betreiber des Weiherhofes, sondern auch die Standortgemeinde Nohfelden, zu der Sötern gehört. Denn 0,2 Cent pro erzeugter Kilowattstunde fließen in den Haushalt der Kommune. Denn Perigus Energy hat mit Nohfelden einen Beteiligungsvertrag auf Basis des Paragraphen 6 des EEG abgeschlossen. Damit stehe die Wildpark-PV-Anlage Sötern beispielhaft für innovative Ansätze, die Landwirtschaft und erneuerbare Energien sinnvoll miteinander verbinden und zugleich einen Mehrwert für die Region schaffen.