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Agri-PV-Park in Italien refinanziert sich über Contract for Difference

Der dänische Projektentwickler European Energy hat mit dem Bau einer riesigen Agri-PV-Anlage in Italien begonnen. Die Anlage mit einer Leistung von 225,5 Megawatt entsteht in der Nähe der Ortschaft Vizzini auf Sizilien. Das Unternehmen investiert mehr als 200 Millionen Euro in das Projekt.

Nach Angaben von European Energy sei dies die bisher größte Agri-PV-Anlage in Italien und eine der größten in Europa. Sie wird nach Berechnungen der Planer jedes Jahr üppige 405 Gigawattstunden Sonnenstrom produzieren – ausreichend für mehr als 135.000 italienische Haushalte.

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Vorgaben für Agri-PV eingehalten

Wie bei Agri-PV-Anlagen üblich kombiniert auch dieses Projekt die Produktion von Sonnenstrom mit der Produktion von Nahrungsmitteln. Denn unter den höher aufgeständerten Modulen werden unter anderem Schafe grasen. Damit erfüllt die Anlage die Vorgaben, die in Italien für die Doppelnutzung von Flächen für die Landwirtschaft und die Photovoltaik gelten. European Energy kombiniert die Anlage zudem mit einem Aufforstungsprogramm sowie mit Maßnahmen zur Verbesserung der Biodiversität auf der Fläche.

Qualität zählt mehr als der Preis

Refinanziert wird die Anlage mittels eines sogenannten Contracts for Difference, den European Energy im Rahmen einer Auktion gewonnen hat. Dabei wird der Strom an der Börse vermarktet. Sinken die Erlöse unter einen in der Auktion festgelegten Preis, bekommt der Betreiber der Anlage die Differenz erstattet. Liegt der Vermarktungserlös über diesem festgelegten Preis, muss der Vermarkter die Überschüsse zurückzahlen. Damit ist die Refinanzierung abgesichert und gleichzeitig sind die Anforderungen seitens der EU erfüllt. Denn diese verlangt bei Förderungen inzwischen, dass eine Überförderung der Projekte verhindert wird.

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Mit lokalen Behörden zusammengearbeitet

Bei der Ausschreibung in Italien liegt der Schwerpunkt nicht ausschließlich auf dem Preis der Stromproduktion, sondern auch auf der Effizienz beim Betrieb und der Stromproduktion sowie auf der Konstruktion, der Skalierbarkeit und der langfristigen Performance der Anlage. Hier spielen demnach die Qualität der Installation und die Integration eine entscheidende Rolle. „Das Projekt wurde zudem in engem Dialog mit lokalen Interessengruppen und Behörden entwickelt, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf der Einbindung der Anlage in die Umgebung lag“, betont Alessandro Migliorini, Marketingleiter von European Energy Italy. „Neben der Erzeugung von Strom aus erneuerbaren Energien umfasst das Projekt landwirtschaftliche Aktivitäten, Ausgleichsmaßnahmen und Aufforstungsinitiativen, die speziell auf die lokalen Gegebenheiten zugeschnitten sind.“

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Projekt mit soliden Einnahmen

Mit der Anlage baut European Energy auch sein bisher schon enormes Projektportfolio aus. „European Energy hat in den vergangenen 20 Jahren eine solide Projektpipeline und eine starke lokale Präsenz in Italien aufgebaut. Wir verzeichnen weiterhin großes Interesse seitens der Investoren an großangelegten Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien, die sich durch eine hohe Ressourcenqualität, langfristige Planungssicherheit und integrierte Landnutzungslösungen auszeichnen“, sagt Filippo Ricci, Country Manager Italy bei European Energy. „Unser Schwerpunkt liegt weiterhin auf der Entwicklung von Projekten, die sowohl aus betrieblicher als auch aus investitionstechnischer Sicht solide sind“, betont er.

Die große Anlage sei zudem mit ihren soliden Ertragsaussichten in Kombination mit gesicherten Einnahmen ein attraktives Anlageobjekt auf dem europäischen Markt für erneuerbare Energien, betont Jens-Peter Zink, stellvertretender Geschäftsführer von European Energy.