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Bürgersolarpark Dedendorf kombiniert Stromlieferung mit Artenvielfalt

Der genossenschaftlich organisierte Energieversorger Green Planet Energy hat den neuen Solarpark Dedendorf offiziell eröffnet. Die Anlage entstand auf einer Fläche von 10,4 Hektar in dem Ortsteil von Bücken, rund 30 Kilometer südöstlich von Bremen. Dort haben die Monteure Solarmodule mit einer Gesamtleistung von 10,3 Megawatt installiert. Diese liefern voraussichtlich jedes Jahr 9.950 Megawattstunden sauberen Sonnenstrom, den Green Planet Energy an seine Kund:innen vermarktet.

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Die Anlage wurde finanziert von der Genossenschaft Landkraft Bürgerenergien Hoyaer Land und von Green Planet Energy. Die beiden Partner betreiben auch die Anlage. Nach Angaben von Green Planet Energy ist es eines der größten Bürgerenergieprojekte der Region. „Mit dem Solarpark Dedendorf zeigen wir, was Bürgerenergie leisten kann“, sagt Carsten Kaminski, Vorstandsvorsitzender der Landkraft Bürgerenergie Hoyaer Land. „Die Menschen vor Ort profitieren nicht nur von sauberem Strom, sondern können sich über die Genossenschaft auch direkt an der Energiewende beteiligen“, betont er.

Das Rebhuhn steht im Mittelpunkt

Die Anlage wurde von Beginn an als Biodiversitäts-Solarpark geplant. Dazu wurde die Fläche mit regionalem Saatgut eingesät. Dadurch soll sich die Fläche in den kommenden Jahren zu einer artenreichen Blühwiese entwickeln. Zwischen den Modulreihen wiederum entstehen Lebensräume für Insekten, Vögel und Kleintiere.
Im Mittelpunkt stand dabei das Rebhuhn. So wird im Solarpark eine speziell auf die Art zugeschnittene Blühfläche angelegt. Diese soll dem selten gewordenen Feldvogel neue Rückzugs- und Bruträume schaffen. Außerdem haben die Installateure Hecken und Wildtierdurchlässe angelegt. Diese vernetzen die Fläche zusätzlich.

Schafe grasen auf der Fläche

Die Pflege der Fläche werden künftig Schafe übernehmen. Das hat den Vorteil, dass die Fläche nicht gemäht werden muss und die Schafe den Boden gut düngen. Die gesamtem Biodiverstitätsmaßnahmen gehen bewusst über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. Damit wollen die Partner zeigen, wie Energiewende und Naturschutz zusammenwirken können.

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Batteriespeicher geplant

Im nächsten Schritt planen die beiden Projektpartner die Integration eines Batteriespeichers in die Anlage. Dieser soll künftig dabei helfen, überschüssigen Solarstrom zwischenzuspeichern, das Stromnetz zu entlasten und erneuerbare Energien flexibler in das Energiesystem zu integrieren. Dadurch wird auch die Vermarktung des Stroms einfacher und wirtschaftlicher.

Welche Bedeutung Bürgerenergiegemeinschaften haben, wie sie funktionieren und was Initiatoren und Mitglieder beachten sollten, lesen Sie in der nächsten Ausgabe von Erneuerbare Energien. Diese erscheint am 3. November 2026. Falls Sie noch kein Abo haben, können Sie hier reinschnuppern.