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Großer Schnellladepark vereinfacht E-Mobilität in Oldenburg

EWE Go und der Baukonzern Hochtief haben in Oldenburg einen neuen Schnellladepark für Elektroautos errichtet. Etwa 3.000 Meter Kabel haben die Handwerker von RSB Rudolstädter Systembau verlegt und mehr als 11.000 Kilogramm Holz haben sie verbaut, um einen riesigen Solarcarport zu realisieren. Denn die 270 Quadratmeter große Photovoltaikanlage, die in den Carport integriert ist, liefert einen Großteil der Energie, die in den Akkus der Elektromobilisten landet, die an den zwölf neuen Schnellladepunkten tanken. Jeder dieser Schnellladepunkte pumpt den Strom aus der Solaranlage mit einer Leistung von bis zu 400 Kilowatt in die Akkus der Elektroautos. Durch die hohe Ladeleistung sind die Fahrzeuge in weniger als 30 Minuten aufgeladen.

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Standort strategisch günstig gewählt

Die neue Anlage steht – strategisch günstig – direkt am Bahnhof Oldenburg-Wechloy, neben dem Famila Einkaufsland und an der Autobahn A28. Doch es ist nicht nur die gute Lage, die das Laden an der neuen Anlage attraktiv macht. Die Überdachung der Ladepunkte und ein integriertes Nachhaltigkeitskonzept machen die Bedeutung des neuen Ladeparks aus. Schließlich bietet die Dachkonstruktion Witterungsschutz und trägt gleichzeitig zur Energieerzeugung vor Ort bei. Für noch mehr Nachhaltigkeit sorgt die Entscheidung, die Dachkonstruktion aus nachhaltigem Holz und CO2-reduziertem Beton des niederländischen Anbieters Bosch Beton zu fertigen. Außerdem haben die Projektpartner in Deutschland produzierte Solarmodule in diese Dachkonstruktion integriert.

Clever gesteuert

Die Ladestationen sind zudem mit einem intelligenten Energiemanagementsystem von Be Storaged ausgestattet, einem Tochterunternehmen von EWE. Dessen Energiemanagementsoftware Okean verteilt die verfügbare Anlagen- und Netzleistung am Standort dynamisch und in Echtzeit auf mehrere Ladepunkte. Das verhindert eine Überlastung und gewährleistet eine effiziente Energienutzung.

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Weitere 16 Milliarden für die Energiewende

Für EWE-Marktvorstand Christian Friege ist das Projekt ein weiterer Schritt für die Verkehrswende in der Heimatstadt des Unternehmens. „Nachhaltigkeit und Klimaschutz für die Region und damit auch Resilienz und größere Unabhängigkeit von krisengeschüttelten Weltmärkten sind für EWE ein besonderes Anliegen“, betont er. „Dafür investieren wir in den kommenden Jahren mehr als 16 Milliarden Euro in den Umbau der Energieversorgung – unter anderem in erneuerbare Energien, Netzinfrastruktur, Wasserstoff, Großspeicher, Wärmenetze und natürlich Elektromobilität.“

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E-Autos laden Nordseefähre – und entlasten das Stromnetz

Auch für Oldenburgs Oberbürgermeister Jürgen Krogmann ist der neue Schnellladepark ein wichtiger Schritt für den Ausbau der Ladeinfrastruktur und für klimafreundliche Mobilität in der Stadt. „Damit stärken wir die Lebensqualität vor Ort und machen Oldenburg und die Region fit für die Zukunft“, ist er sich sicher.

Weitere Projekte sind geplant

Der Ladepark in Oldenburg ist eines von über 30 Projekten, die EWE Go und Hochtief gemeinsam im Rahmen des geplanten Deutschlandnetzes der Bundesregierung bereits gebaut haben. Bis Ende dieses Jahres sollen rund 60 dieser Standorte fertig sein. Dabei konzentrieren sich die beiden Projektpartner auf Standorte, an denen öffentliche Lademöglichkeiten bisher nicht zum gewohnten Bild gehören. Ebenfalls im Fokus sind kleine und mittelgroße Städte, in denen ERE und Hochtief gemeinsame Ladepunkte aufbauen.