Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch

Albatross: Speicherprojekt stellt 1,4 Gigawattstunden zur Netzstabilisierung bereit

Der Entwickler von großen Speicherprojekten, Giga Storage, baut bei Neuenkirchen in der Lüneburger Heide in Niedersachsen einen Speicher mit einer Kapazität von 1.400 Megawattstunden. Die Anlage kann die zwischengelagerte Energie bei Bedarf mit einer Leistung von 350 Megawatt ins Netz einspeisen. Damit ist der Speicher in der Lage, die volle Leistung über vier Stunden lang bereitzustellen.

Direkt an die Höchstspannung angeschlossen

Auf einer Fläche von sieben Hektar werden Giga Storage zusammen mit Isenau Projects große Speichercontainer neben dem modernisierten 380-kV-Umspannwerk Merzen von Amprion installieren. Die Speicheranlage wird aus 264 Batterieeinheiten bestehen. Die Speicher werden über 96 Mittelspannungs- und zwei Hochspannungstransformatoren direkt an das Höchstspannungsnetz angeschlossen. An dieser Stelle kann der Speicher zusätzliche Flexibilität für das Stromsystem bereitstellen, die effiziente Integration erneuerbarer Energien unterstützen und dazu beitragen, Energiekosten zu senken.

Wollen Sie über die Energiewende auf dem Laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie einfach den kostenlosen Newsletter von ERNEUERBARE ENERGIEN – dem größten verbandsunabhängigen Magazin für erneuerbare Energien in Deutschland!

Das Projekt hat gerade die Baureife erreicht und damit einen wichtigen Meilenstein geschafft. Denn damit ist die Entwicklungsphase des Projekts abgeschlossen. Jetzt wird Giga Storage die nächsten Schritte hin zu einer endgültigen Investitionsentscheidung einleiten, die für das vierte Quartal 2026 geplant ist. Den Baubeginn hat der Projektentwickler für die erste Jahreshälfte 2027 vorgesehen, die Inbetriebnahme für 2028.

Zwei weitere Projekte geplant

Albatross ist eines von drei deutschen Großbatteriespeicherprojekten mit jeweils 350 Megawatt Leistung und 1.400 Megawattstunden Speicherkapazität, die Giga Storage von Isenau Projects entwickeln. Die beiden weiteren Projekte sind Pelican und Kingfisher. Diese entstehen ebenfalls im Netzgebiet von Amprion und sollen Ende dieses Jahrzehnts oder in den frühen 2030er-Jahren in Betrieb gehen. Mit den drei Projekten entwickeln Giga Storage und Isenau Projects Batterieanlagen mit mehr als einem Gigawatt Leistung und über vier Gigawattstunden Speicherkapazität.

Nach dem Windhund-Prinzip: Wer entscheidet künftig über den Netzanschluss?

Eine Milliarde Euro Investition

Alle drei Projekte werden von den beiden Unternehmen gemeinsam weiterentwickelt. „Mit dem Erreichen der Baureife des Projekts Albatross werden unsere Ambitionen in Deutschland Realität“, betont Kevin Dijkers, Geschäftsführer von Giga Storage. „Mit den Projekten Pelican und Kingfisher bauen wir unsere Projektpipeline in Deutschland weiter aus und kommen unserem Ziel näher, europaweit mehrere Gigawatt Speicherleistung zu betreiben.“

Kostenloses Webinar am 19. Oktober: Großspeicher für Wirtschaftlichkeit und Netzstabilität

Denn Giga Storage plant, die Projekte langfristig zu besitzen und zu betreiben. Die erwarteten Investitionen für die Errichtung der drei Anlagen belaufen sich insgesamt auf rund eine Milliarde Euro. Sven Moos, Geschäftsführer von Isenau Projects, freut sich darauf, gemeinsam mit Giga Storage die drei hochwertigen Projekte voranzutreiben. Tobias Trzeschan von Isenau ergänzt: „Das Projekt Albatross bestätigt den Erfolg unseres Ansatzes: Wir entwickeln Großbatteriespeicher effizient und zügig und richten sie dabei an den Anforderungen des Energiemarktes, der Netzbetreiber und der Investoren aus.“

Zusammenarbeit erfolgreich

Lars Josten Calçada, Projektdirektor Deutschland bei Giga Storage, erklärt, die Entwicklung der deutschen Projektpipeline sei ermutigend und ein Beleg für die erfolgreiche Zusammenarbeit der beiden Unternehmen. „Sowohl Giga Storage als auch Isenau Projects haben gezeigt, was es braucht, um Großbatteriespeicher in den verschiedenen Entwicklungsphasen erfolgreich voranzubringen – in einem schnell wachsenden Markt für netzgekoppelte Großbatteriespeicher in Deutschland“, sagt er.