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Bioenergie

Besiegelt: Effizienter zum Methan

Seit 2013 hat die Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG) mit ihrem DLG-Gütesiegel für Siliermittel auch ein Prüfverfahren im Angebot, um eine hohe Effizienz der Beigabe speziell in der Silage beim Vergären zu energiereichem Biogas zu bestätigen. Nun hat die DLG die Auszeichnung erstmals vergeben – an die Schaumann Bioenergy GmbH, die solche Siliermittel entwickelt. Das Siegel gab es für zwei der Produkte von Schaumann Bioenergy, die bereits im vergangenen Jahr vorab das DLG-Siegel für die bewiesene Verhinderung von kritischer Nacherwärmungen der Silagen erhalten hatten.

Das schleswig-holsteinische Unternehmen Schaumann bietet eigens entwickelte Additive zum Hinzufügen in die Fermentermischungen in Biogasanlagen ebenso an, wie Substrate als Grundlagefüllung beim Aufbau des Vergärungsprozesses im Fermenter oder eben Siliermittel für die Silage. Sogenannte Siliermittel bestehen aus Bakterienkulturen oder beispielsweise Präparaten mit Enzymen, die das in Silos konservierte Pflanzenmaterial vor dem Verderben schützen. Genauer: Siliermittel verhindern, dass die Silage beispielsweise durch das Eindringen von Luft verderben und sich beispielsweise Schimmelpilze darauf ansiedeln. Die jetzt von der DLG ausgezeichneten Siliermittel erzeugen gezielt die Stoffe Essigsäure, Milchsäure, Propandiol, Propano, die eine konservierende Wirkung haben. Außerdem soll ihre Wirkung laut Schaumann dazu führen, dass weniger Substrat im Fermenter zum Einsatz kommen muss, was ebenfalls Kosten spart.

Nacherwärmung gestoppt

Gezielt hatte Schaumann mit dem DLG-Siliermittel-Siegel für die sogenannte Wirkungsrichtung 6 b in sechs voneinander unabhängigen Versuchsreihen bei mehreren deutschen Forschungsinstituten die Wirkung der Siliermittel für die Nacherwärmung prüfen lassen. Nacherwärmung ist ein beim Silieren gefürchteter Effekt, wonach sich die Silage unter den Abbauprozessen nacherwärmt und dabei ihre energetische Wirkkraft verliert. Die Nacherwärmung der Silage kann ohne gute Siliermittel laut Angaben aus der Siliermittel-Erzeugerszene die Methanproduktion im Fermenter um 5 bis 12 Prozent reduzieren. Wobei Methan die energieliefernde Komponente im nicht beispielsweise von CO2 gereinigtem Biogas ist. Nur Methan dürfen Betreiber von Biogasanlagen auch unbegrenzt ins Erdgasnetz einspeisen.

Die ausgezeichneten Siliermittel hätten jetzt den Beweis erhalten, dass ihre Nutzung „mit einer signifikanten Verbesserung der Silage-Stabilität und signifikant höheren Gaserträgen“ einhergehe, erklärte Schaumann Bio Energy.

(Tilman Weber)