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Statkraft versorgt Bahn aus 107-Megawatt-Solarfeld und vermarktet Überschüsse

Wie der norwegische Energieversorgter am Mittwoch vermeldete, schlossen beide Parteien ein Hybrid-PPA mit einer Laufzeit von zehn Jahren für eine Lieferung von jährlich rund 114 Gigawattstunden (GWh) in Form einer „bedarfsgerechten Beschaffungslösung“ ab. Diese Elektrizität wird die Bahn aus dem neuen Photovoltaik-Freiflächenpark Harnekop mit 107 Megawatt (MW) Erzeugungskapazität östlich von Berlin beziehen. Gemäß dem langfristigen zehnjährigen Power Purchase Agreement (PPA), wie sich die Lieferverträge international nennen, wird Statkraft den Strom ab 2028 besonders gut auf den Beschaffungsbedarf der Bahn abgestimmt liefern.

Um dieses Versprechen möglichst wirtschaftlich erfüllen zu können, nutzt Statkraft einen dort dann platzierten Batteriespeicher mit 35 MW Speicherleistung sowie einer Speicherdauer von vier Stunden. Der Solarpark gehört dem projektentwickelnden Unternehmen Sunovis. Statkraft wird auch die Herkunftsnachweise des außerhalb der Vergütung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes vermarkteten Solarparks der Bahn zuliefern. Der Zugverkehrskonzern kann damit weitere Klimaschutzanstrengungen belegen.

Das vereinbarte Konzept sieht einen Betrieb unter einer „marktübergreifenden Optimierung des Batteriespeichers“ vor: Demnach darf das Bahn-eigene Strom-Unternehmen DB Energie gezielt eine Day-Ahead-Flexibilität nutzen, um Solarstrom „entsprechend dem eigenen Beschaffungsbedarf zeitlich zu verschieben“ – also preisbewusst und bedarfsgerecht zu beziehen. Die darüberhinausgehende Flexibilität vermarktet Statkraft im öffentlichen Tages-Strommarkt, dem Intraday-Markt und zukünftig dem Regelenergiemarkt zur Lieferung von nachgefragtem Ausgleichsstrom. Damit werde Statkraft „zusätzliche Erlöspotenziale des Batteriespeichers“ erschließen.