Erneuerbare Energien bei Google bevorzugen
In den ersten sechs Monaten dieses Jahres wurden 40 Prozent mehr Wärmepumpen in Deutschland installiert als im gleichen Zeitraum des Vorjahres. Das teilt der Bundesverband Wärmepumpe (BWP) mit. Damit entwickele sich der Markt in die richtige Richtung. Denn insgesamt wurden 195.000 neue Wärmepumpen installiert. Damit erreicht der Markt fast den gleichen Wert wie im letzten Rekordjahr 2023.
Der BWP sieht mehrere Gründe für das starke Wachstum. So spielen nach Angaben des Verbandes Unabhängigkeit, dauerhafte Bezahlbarkeit und Klimaschutz inzwischen für viele Hauseigentümer und Bauherren bei der Wahl der Heizung eine größere Rolle. Damit sich dieser Trend fortsetze, bleibe mittelfristig die Entwicklung der Energiepreise ausschlaggebend.
Stabile Förderung schafft Nachfrage
Die gute Entwicklung ist aber nicht nur auf das steigende Bewusstsein der Verbraucher für die Risiken der Wärmeversorgung mit fossilen Energien zurückzuführen, sondern gleichzeitig auch auf den großen Erfolg der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG), wie BWP-Geschäftsführer Martin Sabel bilanziert. „Vor diesem Hintergrund begrüßen wir ausdrücklich, dass die Regierungskoalition hier jetzt Klarheit für die Verbraucher geschaffen hat, dass das sehr beliebte und erfolgreiche Förderprogramm bis zum Jahr 2030 verlässlich fortgeführt wird“, sagt Martin Sabel. „Die Konflikte im Nahen und Mittleren Osten verdeutlichen, dass Deutschland noch viel zu abhängig von fossilen Energieträgern ist. Die BEG hilft Verbrauchern, sich aus der fossilen Kostenfalle zu befreien, und stärkt gleichzeitig die geopolitische Souveränität des Landes.“
Bauherren haben Sicherheit
Zudem haben die Bauherren und Hauseigentümer nach monatelanger Hängepartie mit der Verabschiedung des Gebäudemodernisierungsgesetzes (GModG) endlich Klarheit über die Regelungen. „Nun können alle Beteiligten die Kunden zuverlässig beraten und Antworten darauf liefern, wie es weitergeht. Das stärkt erwartbar auch die Investitionsbereitschaft“, betont Martin Sabel.
Hauseigentümer tauschen Heizungen strategisch – und setzen auf Wärmepumpe
Dass auch Gas- und Ölheizungen wieder eingebaut werden dürfen, hat den Trend zur Wärmepumpe aber offensichtlich nicht aufhalten können. Martin Sabel führt das vorwiegend auf die Verunsicherung der Hauseigentümer und Bauherren zurück. Denn sie wissen einerseits nicht, wie sich in Zukunft mit wachsenden globalen Spannungen die Gas- und Ölpreise entwickeln. Zudem ist immer noch unklar, wie die Verpflichtung, in wachsendem Maße grüne Gase oder Öle einzukaufen, umgesetzt werden kann. Zusätzlich dazu ist dies mit erheblichen Kostenrisiken verbunden.
Mehr Informationen für die Kundschaft
Daher komme es jetzt vor allem auf Aufklärung an, betont Martin Sabel. „Unsere Mitglieder im Handwerk und in der Beratung sind im regen Austausch mit der Kundschaft, die jetzt verständlicherweise wissen will, welche Lösung für sie die beste ist“, erklärt der BWP-Chef. „Dabei zeigt sich immer wieder, dass wichtige Informationen noch nicht bei denjenigen angekommen sind, die sie am dringendsten benötigen, beispielsweise zu den finanziellen Auswirkungen der Biotreppe oder zur Förderung“, weiß er.
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Strompreise entlasten
Damit der Trend hin zur klimafreundlichen Wärmepumpenheizung anhält und die Branche Planungssicherheit über die künftige Marktentwicklung bekommt, plädiert der BWP dafür, die im Koalitionsvertrag vereinbarten Maßnahmen zur Entlastung des Strompreises endlich umzusetzen. Dies betreffe vor allem die Senkung der Stromsteuer. „Der BWP hält Entlastungen beim Strompreis und eine ambitionierte CO2-Bepreisung auch deshalb für geboten, weil das im Ordnungsrecht gesunkene Ambitionsniveau kompensiert werden muss. Denn Europarecht und Grundgesetz verpflichten auch langfristig zu einem ambitionierten Ausbau erneuerbarer Wärme“, mahnt Martin Sabel.