Die Stadtwerke Bielefeld treiben die Umstellung ihres öffentlichen Nahverkehrs auf emissionsfreie Antriebe voran. Im Rahmen eines neuen Projekts werden 29 Dual-Fuel-Busse mit Wasserstoff-Brennstoffzellen und batterieelektrischem Antrieb eingesetzt. Der benötigte Wasserstoff soll direkt vor Ort produziert werden.
Lokale Wasserstoffproduktion vermeidet Transportemissionen
Dafür liefert der Technologiekonzern IMI einen 1-Megawatt-Elektrolyseur vom Typ Vivo. Die Anlage wird im Innovationspark Bielefeld installiert, wo sich bereits eine neue Bushalle mit Photovoltaikanlage auf dem Dach befindet. Durch die lokale Erzeugung des Wasserstoffs entfallen Transportemissionen vollständig.
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Die Busse können flexibel entweder mit Solarstrom oder mit Wasserstoff betrieben werden, der ebenfalls aus erneuerbarer Energie vor Ort gewonnen wird. "Mobilität ist einer der vielversprechendsten Sektoren für den Einsatz von Wasserstoff zur Dekarbonisierung", betont Cornelia Neumann, Business Development Managerin für IMI Vivo-Elektrolyseure.
Herausforderungen bei der Dekarbonisierung des ÖPNV
Eine aktuelle IMI-Studie zeigt, dass Busbetreiber bei der Dekarbonisierung vor großen Herausforderungen stehen. Probleme bereiten insbesondere die Netzzuverlässigkeit und die Grenzen der Batterietechnologie auf langen Strecken und bei Steigungen. Laut der Untersuchung investieren bereits 77 Prozent der deutschen Betreiber in Wasserstofffahrzeuge oder planen dies in den nächsten zwei Jahren. Allerdings verfügen nur 27 Prozent über eine dauerhafte Wasserstoffinfrastruktur.
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"Das Engagement der Stadtwerke Bielefeld Gruppe für die lokale Wasserstoffproduktion aus erneuerbaren Energien ist ein wegweisendes Modell für andere Kommunen und Betreiber, die mit Netzkapazitätsgrenzen zu kämpfen haben", so Neumann.