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06.08.2012

Strommix

Jede vierte Kilowattstunde grün

Erstmals decken die erneuerbaren Energien ein Viertel des Strombedarfs in Deutschland. Die Windkraft hat daran weiterhin den größten Anteil. Die Branche verzeichnete in den vergangenen Monaten erneut deutliche Zuwächse.

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 - Grüner wird´s immer: Erneuerbarenstrom hat 2011 dank des Solarenergiebooms, aber auch dank des anhaltenden Windkraftzubaus einen enormen Zugewinn beim Anteil der Stromversorgung in Deutschland erreicht.
Grüner wird´s immer: Erneuerbarenstrom hat 2011 dank des Solarenergiebooms, aber auch dank des anhaltenden Windkraftzubaus einen enormen Zugewinn beim Anteil der Stromversorgung in Deutschland erreicht.
Bartussek/fotolia.de

Im ersten Halbjahr 2012 wurden 25 Prozent des Deutschen Strombedarfs durch Erneuerbare Energien gedeckt. Im Vergleichszeitraum vor einem Jahr lag ihr Anteil noch bei 21 Prozent. Die Steigerung um etwa vier Prozentpunkte geht vor allem auf die starken Zuwachsraten bei der Photovoltaik zurück, die im Vergleich zum Vorjahr ihren Beitrag um 47 Prozent steigern konnten. Ihr Anteil am gesamten Stromverbrauch liegt nun bei 5,3 Prozent. Das ergibt die offizielle Statistik des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW).

Weitaus größter Stromlieferant unter den Erneuerbaren bleibt aber nach wie vor die Windkraft mit aktuell 9,2 Prozent Gesamtanteil. Das entspricht einem Zuwachs um 1,5 Prozentpunkte verglichen mit dem Vorjahr. Auch die Biomasse konnte um 0,4 Prozentpunkte zulegen und deckt aktuell 5,7 Prozent des Strombedarfs ab. Die Wasserkraft liegt bei vier Prozent, andere Produzenten tragen weitere 0,9 Prozent bei.

Die Steigerung des Anteils der Erneuerbaren Energien geht wesentlich auf den Ausbau zurück. Auch viele Windkraftanlagen wurden in den ersten sechs Monaten 2012 in Betrieb genommen. Zum Ergebnis tragen vermutlich ebenfalls die guten Windverhältnisse und die vergleichsweise starke Sonneneinstrahlung im genannten Zeitraum bei. Insgesamt ist der Stromverbrauch in Deutschland um 1,4 Prozent auf 261,5 Milliarden Kilowattstunden im Vergleich zum Vorjahresniveau gesunken. Die Erneuerbaren sorgten dafür, dass 126 Millionen Tonnen CO2-Emissionen vermieden und über sieben Milliarden Euro gespart wurden, weil weniger fossile Energien importiert werden mussten.

(Sebastian Hoff)