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Foto: Mathias Völzke/Stadtwerke Berlin
Noch ist alles neu. Doch in wenigen Monaten sind die Pflanzen gewachsen. Dann kann die Kombination mit der Solaranlage maximal zur Verbesserung des Klimas beitragen.

Solare Stadt

Berliner Stadtwerke klimatisieren Archiv mit Solarstrom

Auf einem Archivgebäude der Humboldt-Universität Berlin wurde eine Photovoltaikanlage auf einem neuen Archivdach installiert. Der Strom wird fast komplett im Gebäude verbraucht.

Die Berliner Stadtwerke haben eine Solaranlage auf dem vorhandenen Gründach der Speicherbibliothek der Humboldt-Universität (HU) gebaut. In dem Gebäude am Rande des Wissenschaftsparks im Berliner Stadtteil Adlershof bewahrt die Universität lagern Bücher, Akten und andere Archivmaterialen auf. Da diese unter konstanten klimatischen Bedingungen gelagert werden müssen, fällt ein hoher Strombedarf an. Einen Teil der 70.000 Kilowattstunden, die in dem Gebäude jedes Jahr verbraucht werden, liefert die neue Solaranlage.

90 Prozent Eigenverbrauch

Die 238 monokristallinen Module erreichen eine Gesamtleistung von 81 Kilowatt. Damit können sie immerhin 22 Prozent des Bedarfs im Gebäude decken. Da die Solaranlage dann Strom erzeugt, wenn der größte Verbrauch im Gebäude anfällt, kann 90 Prozent der produzierten Sonnenenergie genutzt werden. „Wir freuen uns über eine weitere neue Photovoltaikanlage auf den Dächern der Humboldt-Universität. Wir sehen sie als einen weiteren Schritt auf dem Weg zu einer klimaneutralen Universität“, sagt Catrin Hedwig, Abteilungsleiterin der Technische Abteilung der HU. Mit diesem Ansatz will die HU ihren Beitrag zum Klimaschutz beitragen. Das Gründach, auf dem die Anlage steht, trägt zudem zur Verbesserung des Stadtklimas bei.

Pachtmodell entwickelt

Die Anlage haben die Berliner Stadtwerke im Rahmen eines Pachtmodells gebaut. Das bedeutet, die Stadtwerke installieren, warten und unterhalten den Generator. Der für die Hochschulen zuständige Bereich Wissenschaft und Forschung der Berliner Senatskanzlei verpachtet das Dach des Hochschulgebäudes für einen symbolischen Betrag. Die Hochschule wiederum pachtet im Gegenzug die Photovoltaikanlage. Auf diese Weise kann sie den Strom im Gebäude selbst verbrauchen, ohne dass die komplette EEG-Umlage anfällt.

Weitere Anlagen in Planung

Damit und durch den eingesparten Netzstrom ist die Inbetriebnahme und Wartung der Anlage für die Hochschule mit keinen zusätzlichen Kosten verbunden. „Wir sind sehr glücklich darüber, dass wir mit der HU bereits die dritte Berliner Hochschule dafür gewinnen konnten, mit uns gemeinsam einen weiteren Energiewendeschritt zu gehen“, Betont Kerstin Busch, Geschäftsführerin der Berliner Stadtwerke. Sie verweist dazu auf ähnliche Projekte mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin (HTW) im Stadtteil Köpenick und der Alice Salomon Hochschule in Hellersdorf. Zudem seien die Stadtwerke bezüglich der Errichtung weiterer Solaranlagen mit diesem Modell im Gespräch mit den Gebäudeeigentümern.

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Foto: Berliner Stadtwerke/Benjamin Pritzkuleit

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