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Kommunen und erneuerbare Energien

Das erdachte Akzeptanz-Problem der Windkraft

Die Bürger in den Gemeinden denken besser über die Windkraft, als man meinen würde. Das hat eine neue Untersuchung ergeben.

Nicole Weinhold

Die Fachagentur Windenergie an Land hat die jährliche Forsa-Umfrage sowie das Kompaktwissen „Akzeptanz besser verstehen“ veröffentlicht. Ein spezieller Fokus der bundesweiten Befragung lag diesmal auf der wahrgenommenen Akzeptanz vor Ort. Die Ergebnisse zeigen: das Meinungsbild zu Windenergie in der eigenen Gemeinde ist tatsächlich wesentlich besser als es die Menschen annehmen. So schätzen die Umfrageteilnehmer den Anteil von Menschen in der eigenen Gemeinde, die gravierende Bedenken gegenüber der Windenergie haben, im Mittel doppelt so hoch ein, wie er tatsächlich ist: Statt den gefühlten 40 Prozent sind lediglich 16 Prozent mit bestehenden Anlagen eher nicht einverstanden. Große Bedenken gegenüber neuen Anlagen haben nicht die im Schnitt geschätzten 58 Prozent, sondern tatsächlich lediglich 26 Prozent.

Auch bei der „schweigenden Mehrheit“, also diejenigen Befragten die sich weder für noch gegen Windenergieanlagen engagieren würden, ist der Ausbau der Windenergie breit akzeptiert. Gravierende Bedenken gegenüber dem Bau von Windenergieanlagen im eigenen Wohnumfeld sind in der schweigenden Mehrheit sogar seltener (22 Prozent) als beim Durchschnitt der Befragten (26 Prozent).

„Das Bild der Öffentlichkeit prägt der insgesamt relativ kleine Bevölkerungsanteil, der sich gegen Windenergieprojekte engagiert. Zustimmung wird vor Ort oft gar nicht aktiv geäußert – und entsprechend auch nicht wahrgenommen. Das wirkt sich auch negativ auf politische Diskussionen zur Windenergie aus. Tatsächlich fehlt es häufig an aktiver Unterstützung für die Windenergie“ konstatiert Michael Lindenthal, Vorstandvorsitzender der FA Wind.

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