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Foto: autarq
Dachziegeln ernten Sonnenstrom – visuell ansprechender als ein Flickenteppich aus Modulen

Gebäudeintegrierte PV

Effizient und ästhetisch: Dachziegeln ernten Sonnenstrom

Solarziegeln sind neben Solarfassaden der neue Trend in der Architektur und sie sind eine weitere Antwort auf die Frage, wie Dächer sich effizienter für die Photovoltaik nutzen lassen. 

Gerade heute, wo immer mehr Kommunen und ganze Bundesländer eine Solarpflicht einführen wollen, stellt sich die Frage, ob mit einer kleinen Solaranlage die Schuldigkeit getan ist, oder ob solche „Briefmarken“ am Ende eine Verschwendung wertvoller Dachfläche ist. Ganze Dachflächen wie auch Hauswände werden bei der Gebäudeintegrieren Photovoltaik angesprochen. Während traditionelle Photovoltaikanlagen wegen Verschattung oder der Art des Daches oft nicht flächendeckend einsetzbar waren, nutzen Solarziegeln die gesamte Dachfläche aus. Sie können in manchen Fällen sogar, wie bei der Firma Autarq der Fall, sogar für Gauben oder weitere Besonderheiten, beispielsweise im Denkmalschutz eingesetzt werden und erhalten dem Dach und damit dem Haus das Design. 

Autarq, Teil der deutsch-niederländischen Econnext, hat die Produktion von Solardachziegeln in Prenzlau (Brandenburg) seit 2018 signifikant erhöht. Mit dem Ergebnis, dass mit 250 Dächern hochwertige und formschöne Solaranlagen und Häuser entstanden sind. Angesichts steigender Energiekosten entscheiden sich mehr und mehr private Hausbesitzer, aber auch Wohnungsunternehmen für Solaranlagen. Das Produkt von Autarq ermöglicht nach Herstellerangaben, bis zu 70 Prozent des Strombedarfes eines Einfamilienhauses autark zu produzieren.

Ästhetik der Power-Dachziegel

Die Zukunft gehört den regenerativen Energien. Solardachziegel lassen sich harmonisch in das Gesamtbild eines jeden Daches integrieren. Die gute Relation von Investition zu Nutzen, zu Ästhetik, Sicherheit und Langlebigkeit führt dazu, dass sich immer mehr Hausbesitzer für Solardachziegel entscheiden. Diese auch als Power-Dachziegel bezeichnete Innovation ist optisch kaum von Originalziegeln zu unterscheiden. Ziegel und Solarmodul werden zu einem robusten Bauteil verbunden, dessen Langlebigkeit den Originalziegeln entspricht, Wasserführung und Dichtigkeit bleiben erhalten.

Dachstatik wird nicht beeinträchtigt

Die Solardachziegel werden wie traditionelle Dachziegel verlegt. Am Dach sind keine Änderungen notwendig: Das Gewicht entspricht etwa dem Originalziegel, die Dachstatik wird nicht beeinträchtigt, Kabel und Steckkontakte liegen unter der Dachhaut und sind so gegen Witterungseinflüsse geschützt. In Verbindung mit der ungefährlichen Schutzkleinspannung (sog. Niederspannungsbereich) bietet die Firma Autarq damit das ideale Produkt für Sanierung, Renovierung und Neubau.

Im Gegensatz zu herkömmlichen Modulen ist das Autarq-System zudem durch eine Parallelschaltung unempfindlich gegenüber Verschattungen. Dachfenster, Kamine, Lüftungsrohre oder Antennen haben wenig Einfluss auf Installation und effizienten Betrieb einer solchen Anlage. Abgesehen von der Nordseite kann jeder Quadratmeter eines Hausdachs zur Stromerzeugung genutzt werden. Die Größe der Anlage bestimmt der Hausbesitzer selbst. Er kann bis zu 70 Prozent des erzeugten Stroms selbst nutzen und senkt damit seine Stromkosten. In Baden-Württemberg, Bayern, Bremen und Hamburg sind oder werden erneuerbare Energien für Hausbesitzer vom Gesetzgeber vorgeschrieben. Andere Länder werden nachziehen.

Planung, Verlegen und finanzielle Vorteile

Autarq bietet eine auf die Kundenanforderungen optimierte Systemlösung. Auf Basis einer gezielten Bedarfsanalyse entsteht ein maßgeschneidertes Angebot über die in Deutschland gefertigten Solardachziegel, über Verkabelung, Stromspeicher und den Wechselrichter mit Energiemanager. Der Dachdecker übernimmt die einfache Verlegung der Kabelbäume an der Dachlattung und deckt dann die neuen Solardachziegeln im Verbund mit den übrigen Dachziegeln ein. Die Elektroarbeiten erfolgen unabhängig von den Montagearbeiten auf dem Dach. In Verbindung mit einem zukunftsorientierten Batteriespeicher und der ebenfalls enthaltenen Infrastruktur wie z.B. Energiemanager lassen sich so bis zu 70 Prozent des benötigten Stroms selbst produzieren und über den Eigenverbrauch nutzen. In Verbindung mit einer zusätzlichen Wärmepumpe kann auch die Warmwasserversorgung autark erfolgen.  Daneben erfüllt dieses ästhetische und sichere Energiekonzept die gestiegenen Anforderungen an die Energieeffizienz von Gebäuden und ermöglicht damit den vereinfachten Zugang zu Förderkrediten. 

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