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Verkehrswende

Finnland will 30 Prozent Biosprit auf Straßen

In Finnland soll der Biodieselanteil auf den Straßen auf 30 Prozent erhöht werden. Jetzt kommt der Sprit aus Abfällen nach Deutschland.

Nicole Weinhold

Biodiesel Neste hat im vergangenen Jahr nach Angaben des finnischen Herstellers dazu beigetragen, den CO2-Ausstoß im weltweiten Straßenverkehr um 7,9 Millionen Tonnen zu verringern. Diese Einsparung entspricht den durchschnittlichen jährlichen Emissionen von 880.000 Deutschen, also ungefähr der kombinierten Bevölkerung von Frankfurt und Offenbach am Main. Der positive Klimaeffekt ist vergleichbar mit der Stilllegung von etwa drei Millionen Personenkraftwagen für ein Jahr.

Biosprit fürs Heizen und für Arbeitsmaschinen

Finnland will darum entsprechend Biodiesel jetzt verstärkt in seine Klimaziele integrieren. Bis 2029 sollen der Anteil von Biodieselfahrzeugen auf den Straßen auf 30 Prozent steigen. Außerdem unterstützt ein weiteres Gesetz, das 2021 in Kraft tritt den Einsatz von Biodiesel fürs Heizen und für große Arbeitsmaschinen. "Wir brauchen einen breiten Mixan Klimaschutzmaßnahmen im Straßenverkehr: Effizienz, mehr öffentlichen Nah- und Fernverkehr, bessere Verkehrsplanung, E-Mobilität und eben auch Biodiesel", Ilkka Räsänen, Director, Public Affairs bei Neste.

„Es wird viel darüber diskutiert, wie man theoretisch in Zukunft Emissionen in Transport und Verkehr reduzieren könne. Genau das leisten qualitativ hochwertige erneuerbare Kraftstoffe bereits heute - zuverlässig jeden Tag”, sagt Peter Vanacker, Präsident und CEO von Neste.

Volkswagen setzt auf Biodiesel

In Deutschland bekannt wurde Neste unter anderem durch einen kürzlich erfolgreich abgeschlossenen Test der Volkswagen AG. Der Konzern nutzt seit Dezember 2018 an den firmeneigenen Tankstellen in Wolfsburg den Diesel R33, der hohe Anteile eines Biodiesels von Neste enthält.

Abfälle für den Tank

Im Durchschnitt bestehen die von Neste verwendeten erneuerbaren Rohstoffe zu rund 80 Prozent aus Abfall und Reststoffen, was den Effekt der Treibstoffe auf die Verhinderung schädlicher Emissionen optimiert. Ein kompletter Umstieg von fossilem Diesel auf den zu 100 Prozent aus Abfall und Reststoffen gewonnenen Diesel kann nach Unternehmensangaben, über den gesamten Lebenszyklus hinweg, den Ausstoß von Treibhausgasen um 90 Prozent verringern.

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