Die dänische Regierung und die Windbranche vereinbaren: Dänemark bleibt auf Windkraft ausgerichtet
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Offshore-Markt

Kopenhagen und Windindustrie verpflichten sich dem Wachstum

Dänemarks Regierung hat mit der Windkraft-Industrie eine Erklärung mit dem Ziel unterzeichnet, dass das Land Drehkreuz der Windkraft bleibt.

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Tilman Weber

Unterzeichnet vom Finanzminister, Kristian Jensen, dem Klima- und Energieminister, Lars Christian Lilleholt, sowie von den Firmenchefs der fünf wichtigsten Unternehmen der nationalen Windkraftbranche und dem Vorsitzenden des dänischen Windkraftindustrie-Verbandes, Mads-Ole Astrupgaard, soll die Einigung einem Kernziel dienen: Es gehe darum, „die Zusammenarbeit zu stärken, damit Dänemark ein bevorzugtes Partnerland der globalen Windkraftindustrie bleiben kann“.

Partnerfirmen Vestas, Siemens Gamesa, MHI Vestas, Vattenfall, Ørsted

Die fünf Firmenchefs – die CEO´s der drei Windturbinenbauer Vestas, Siemens Gamesa und MHI Vestas sowie der Energieversorgungs- und Windparkentwicklungsunternehmen Vattenfall und Ørsted – einigten sich mit Regierung und Windkraftverband zudem auf die Einrichtung einer Dialogplattform. Das „Wachstum in der Windenergieindustrie“ genannte Forum soll mindestens einmal pro Jahr eine Bestandsaufnahme der Rahmenbedingungen in Dänemark für die Windkraft ausarbeiten. Die Bestandsaufnahme soll die Bedingungen im Land „für ein anhaltendes Wachstum in der Windenergieindustrie“ prüfen.

Konkret bestätigten die beiden Regierungsmitglieder mit ihrer Unterschrift auch als „Zielsetzung der dänischen Regierung für Dänemark, eine lebendige Basis für führende Akteure der globalen Windenergieindustrie zu sein“. Dies gelte speziell dadurch, dass das Land „moderne Rahmenbedingungen und ein attraktives Umfeld für die Windindustrie gewährt; bezogen auf Themenfelder wie Forschung und Entwicklung, Test- und Demonstrationsflächen, Zugang zu ausgebildeten Arbeitskräften und einem Markt für moderne Windkraft an Land und auf See“. Die Windbranche ihrerseits sicherte mit den Unterschriften zu, bei strategischen Entscheidungen und Investitionsplanungen zu gewährleisten, dass „die Windkrafttechnologie-Basis“ in Dänemark wachse und sich weiterentwickle.

Ziel: Spitzenposition in Windenergie

Das Übereinkommen überschrieben die Partner als „Second to none wind energy framework – think Denmark“ – was sich sinngemäß als „Rahmenbedingung für Spitzenwindenergie – Dänemark!“ übersetzen lässt. In Dänemark regiert eine Koalition konservativ-wirtschaftsliberaler Parteien.

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