Die US-Regierung Donald Trumps lässt nicht nach, Meereswindparks vom Abschluss der Bau- und Netzanschlussarbeiten abzuhalten. Im Oktober ging sie gegen ein schon die Inbetriebnahme vorantreibendes Offshore-Projekt und ein juristisch mehrfach vorm Baustart ausgebremstes Projekt zugleich vor. So rief das Justizministerium die Bundesgerichte in Maryland und in der Hauptstadt Washington an, die Genehmigung für Bau und Betrieb der Windparks Maryland Offshore und Revolution zur Überprüfung ans Innenministerium zurückzuverweisen. Während Maryland Offshore aus gut 100 Turbinen mit bis zu 18 Megawatt (MW) entstehen soll mit der Kapazität von gut 1,8 Gigawatt, hielten juristische Einwände mehrerer Parteien den Entwickler US Wind bisher vom Baustart ab, vier Verfahren sollen noch offen sein. Den Antrag von US Wind t, eine Verfügung gegen Gerichtsmanöver der Regierung zu erlassen, hatte Richterin Stephanie Gallagher im Spätsommer gestoppt: Die Attacke des Ministeriums sei abzuwarten.
Revolution Wind speist seit März ersten Strom ein. Doch die Voll-Inbetriebnahme der 704 MW stottert wohl aus technischen Gründen. Nun bat das Justizministerium das District Court for the District of Columbia, das Projekt von Ørsted und Skyborn Renewables zur Überprüfung ans Innenministerium zu verweisen. Das selbe Bundesgericht hatte im Januar einen Regierungs-Bann zurückgewiesen. Kritiker hatten den Richterspruch aber als unklar angesehen. (tw)