Die Bundesnetzagentur hat die Zuschläge der Ausschreibungen für Biomasse- und Biomethananlagen zum Gebotstermin 1. April 2026 veröffentlicht. Bei der Biomasseausschreibung lag die eingereichte Gebotsmenge unterhalb des ausgeschriebenen Volumens, während erstmals seit Oktober 2022 wieder Biomethan-Projekte einen Zuschlag erhielten, wie Klaus Müller, Präsident der Bundesnetzagentur, mitteilt.
Biomasseausschreibung unterzeichnet
Bei einer ausgeschriebenen Menge von 727 Megawatt wurden 494 Gebote mit einer Gebotsmenge von 637 Megawatt eingereicht. Die Ausschreibung war damit unterzeichnet. Es konnten 388 Gebote mit einer Zuschlagsmenge von 491 Megawatt einen Zuschlag erlangen. 29 Gebote mussten vom Zuschlagsverfahren ausgeschlossen werden.
Aufgrund der Unterzeichnung hat die Bundesnetzagentur das Ausschreibungsvolumen entsprechend den gesetzlichen Vorgaben reduziert. Das bedeutet, dass Zuschläge nur im Umfang von 80 Prozent des Volumens der zugelassenen Gebote erteilt werden konnten. Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte liegen zwischen 12,05 Cent und 19,38 Cent pro Kilowattstunde. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert liegt bei 18,46 Cent pro Kilowattstunde.
Das größte Zuschlagsvolumen ergibt sich für Gebote für Standorte in Bayern mit 123 Megawatt und 111 Zuschlägen, gefolgt von Standorten in Niedersachsen mit 105 Megawatt und 84 Zuschlägen. Nordrhein-Westfalen erhielt Zuschläge für 55 Megawatt bei 43 Geboten, Schleswig-Holstein für 47 Megawatt bei 31 Zuschlägen.
Biomethananlagen profitieren von Biomassepaket
Erstmals seit der Ausschreibung im Oktober 2022 konnten nun auch wieder Zuschläge für Biomethananlagen erteilt werden. Bei einer ausgeschriebenen Menge von 61 Megawatt wurden sechs Gebote mit einer Gebotsmenge von 38 Megawatt eingereicht. Alle Gebote erhielten einen Zuschlag. Die Bundesnetzagentur hat kein Gebot vom Verfahren ausgeschlossen.
Zahlen zur Wärmenutzung von Erneuerbaren wie Biomethan
Bei dieser Ausschreibungsrunde wurden erstmals die Änderungen durch das Biomassepaket angewendet. Die Europäische Kommission hatte die Regelungen im September 2025 beihilferechtlich genehmigt. Durch das Biomassepaket werden unter anderem die Rahmenbedingungen für Biomethananlagen verbessert. Zudem hat die Bundesnetzagentur den Höchstwert für dieses Ausschreibungssegment für die Ausschreibungen im Jahr 2026 um zehn Prozent auf 23,13 Cent pro Kilowattstunde erhöht.
Zuschlagswerte nahe am Höchstwert
Die im Gebotspreisverfahren ermittelten Zuschlagswerte liegen zwischen 22,99 Cent pro Kilowattstunde und 23,12 Cent pro Kilowattstunde. Der durchschnittliche mengengewichtete Zuschlagswert liegt bei 23,08 Cent pro Kilowattstunde und damit nur knapp unterhalb des Höchstwerts.
Zahlen zur Stromernte aus Erneuerbaren wie Bioenergie
Das größte Zuschlagsvolumen ergibt sich für Gebote für Standorte in Sachsen mit 20 Megawatt und zwei Zuschlägen, gefolgt von Standorten in Niedersachsen mit sieben Megawatt und zwei Zuschlägen. Nordrhein-Westfalen erhielt einen Zuschlag für sechs Megawatt, Schleswig-Holstein einen Zuschlag für fünf Megawatt.
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Die nächste Ausschreibungsrunde für Biomasseanlagen findet am 1. Oktober 2026 statt. Die nächste Ausschreibungsrunde für Biomethananlagen wird am 1. September 2026 durchgeführt.