Erneuerbare Energien bei Google bevorzugen
Die BWE Service GmbH, eine Tochtergesellschaft des Bundesverbands Windenergie (BWE), hat ihre Insolvenz angekündigt. Nach Angaben des Verbands ist das Unternehmen zahlungsunfähig. Vorgesehen ist ein Antrag auf Sanierung in Eigenverwaltung beim zuständigen Gericht. Das berichtet die Berliner Zeitung.
Die Gesellschaft übernimmt innerhalb der Verbandsstruktur vor allem kommerzielle Aufgaben. Dazu zählen Weiterbildungsangebote und weitere Dienstleistungen für die Windenergiebranche. Gemeinsam mit dem BWE ist sie außerdem an der Fachzeitschrift Neue Energie beteiligt. Nach Angaben der Berliner Zeitung beschäftigt die Gesellschaft rund 50 Mitarbeitende am Berliner Euref-Campus und erzielt einen Jahresumsatz von etwa sechs Millionen Euro.
Der BWE selbst fungiert als Interessenvertretung der Windenergiebranche und bleibt von der Insolvenz seiner Tochtergesellschaft grundsätzlich getrennt. Welche konkreten Folgen das Verfahren für die Beschäftigten, laufende Angebote und Geschäftspartner der BWE Service GmbH haben wird, hängt vom weiteren Verlauf der Sanierung ab. Der Verband hat weitere Informationen angekündigt.
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Über mögliche Gründe für die Zahlungsunfähigkeit wird viel spekuliert. Konkretes gibt es hier derzeit noch nicht zu vermelden. Fest steht aber, dass die gesamte Windbranche in Deutschland derzeit in einer extrem schwierigen Lage ist. Zahlreiche Windpark-Entwickler mussten in diesem Jahr bereits große Teile ihres Personals entlassen, dazu gehören unter anderem Abo Energy, Qualitas und Juwi. PNE hat 100 Prozent seiner Aktien zum Verkauf gestellt. Die Gründe hierfür: Einerseits die sogenannte Habeck-Welle: Durch die dringend erforderliche Beschleunigung beim Ausbau der Windenergie, die der Ampel gelungen war, ist es bei den Ausschreibungen sinkenden Einspeisevergütungen gekommen. Die Planer mussten nun mit deutlich niedrigeren Gewinnmargen rechnen, gleichzeitige aber Personal aufstocken, um die vielen neuen Projekte umsetzen zu können.
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Gleichzeitig erleben die erneuerbaren Energien eine bisher ungekannte Rückwärtsbewegung der Politik beim Thema erneuerbare Energien. Oder anders gesagt: Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche hat mit zahlreichen Gesetzen und Plänen eine Vollbremsung für Regenerativenergie verordnet. Angefangen mit dem Plan, massiv in neue Gaskraftwerke zu investieren bis hin zum Redispatch-Vorbehalt. Das heißt, dass Windparks keine Ausgleichszahlung erhalten, wenn Netzbetreiber sind abhalten, weil das Stromnetz nicht im erforderlichen Umfang ausgebaut wurde.
Jedenfalls ist es nicht verwunderlich, wenn unter den aktuellen Umständen das Geschäft der BWE Service GmbH einbricht, das unter anderem aus Workshops, Seminaren und Konferenzen rund um die Windenergie bestand. Vielen Windfirmen sparen derzeit, wo sie können. Manch ein Unternehmer, der in den vergangenen Jahren neuen Mitarbeiten ein Einstiegsseminar zur Windenergie beim BWE Service verordnet hatte, wird es sich in diesem Jahr verkneifen. Große Branchen-Events, für die eine deutsche Windfirma 10 oder 20 Mitarbeiter abgestellt hatte, werden nun nur noch von ein oder zwei Mitarbeitern besucht. Der BWE ist ein Beleg mehr dafür, wie Bundeswirtschaftsministerin Katherina Reiche der Branche Stöcke zwischen die Beine wirft.