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N163/5.x

Neues Nordex-Flaggschiff aufgestellt 

Die N163 mit 163 Meter Rotordurchmesser und einer Nabenhöhe von nur 118 Metern im Bürgerwindpark Janneby ist komplett. Windturbinenhersteller Nordex hat jetzt den Abschluss der Errichtungsarbeiten der ersten N163/5.x an dem schleswig-holsteinischen Teststandort mit Strömungsbedingungen im Randbereich zwischen den Mittel- und Starkwindklassen IEC 2 und IEC 3 gemeldet. Die für eine Nennleistung von zunächst mindestens 5,5 Megawatt (MW) designte Turbine stellte Nordex auf 5,7 MW ein.

Die Windturbine der aktuellen Großplattform des deutschen Anlagenbauers, Delta 4.000, lässt sich in einem breiten Nennleistungsbereich flexibel auf die jeweiligen Standortbedingungen und Betriebskonzepte der Kunden einstellen. Dies entspricht einer inzwischen üblichen Entwicklungspraxis, die Nordex schon vor Jahren mit der Anlage N149/4.0-4.5 MW eingeführt hatte. Die 5,7 MW entsprechen der Einstellung, die Nordex und dessen australischer Kunde Acciona Energía Australia zu Anfang Juli im ersten Großauftrag für den neuen Anlagentyp vereinbarten. Die Bestellung für den australischen Windpark MacIntyre sieht eine Lieferung von 162 Maschinen des Typs N163/5.7 mit einer Erzeugungskapazität von zusammen 923 MW vor. Die komplette Inbetriebnahme des N163-Großwindparks soll im Jahr 2024 erfolgen.

Die Errichtung der N163 in Janneby am 31. August sei zeitlich „planmäßig“ erfolgt, meldete die Nordex-Gruppe. Für das neue Flaggschiff liegt gemäß den Nordex-Angabendie internationale IEC-Zertifizierung des Design Evaluation Conformity Statements DECS für die Nabenhöhen 118, 148 und 159 Meter vor. Speziell für den deutschen Markt sind auch DIBT-Zertifikate für die Nabenhöhen von ebenfalls 118 sowie zusätzlich 164 Meter vorhanden.

Die Nachfrage nach Turbinen dieser neuen Größenordnung für Windparks an Land ist enorm. So meldet Nordex, dass Bestellungen für 520 Anlagen mit einer Gesamtkapazität von rund 3 Gigawatt (GW) vorliegen. Wettbewerber GE hatte bereits Ende des Jahres eine Order-Pipeline von 3,4 GW für das eigene aktuelle Flaggschiff der neuen Klasse bilanziert, das bei GE „Cypress“ – Zypresse – heißt. Allerdings hat der US-amerikanische Hersteller einen zeitlichen Vorsprung von einem Jahr. GE errichtet seit Anfang 2020 die erste Variante dieser branchenweit neuen Turbinenklasse. Diese ist noch mit 4,8 MW Nennleistung und 158-Meter-Rotor designt . Vom Sechs-MW-Nachfolgemodell mit 164 Meter Rotordurchmesser, der Anlage 6.0-164, steht seit kurzem gemäß einem Filmbericht vom niederländischen Teststandort Wieringermeer der Prototyp. In Deutschland brachte die starke Nachfrage nach der 160-Meter-Rotorklasse für GE im ersten Halbjahr dieses Jahres einen Zugewinn an Marktanteilen. Das berichtet die Fachagentur Windenergie an Land in Berlin. Erstmals seit langem ist GE dadurch zwischenzeitlich – dank zahlreicher Errichtungen von Cypress-Anlagen – auf Platz Drei der Herstelleranteile am deutschen Windkraftmarkt vorgerückt. Auch Vestas mit V162 und Siemens Gamesa mit SG 5.8-170 haben entsprechende Prototypen errichtet.  Prototyperrichtungen von Enercon und Vensys sowie Eno stehen noch bevor.

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