Erneuerbare Energien bei Google bevorzugen
Die beiden Ökoenergieversorger Berliner Stadtwerke und Naturstrom kooperieren beim Bau eines großen Solarparks im brandenburgischen Petershagen, einem Ortsteil von Zeschdorf bei Frankfurt (Oder). Dieser soll nach Fertigstellung eine Leistung von 70 Megawatt erreichen. Jeweils 35 Megawatt werden von den Berliner Stadtwerken und von Naturstrom gebaut und betrieben.
Perspektivisch wollen beide Partner noch gemeinsam Batteriespeicher nachrüsten, um den Strom besser vermarkten zu können. Dieser Schritt ist bereits in Planung. „Kooperationen mit Stadtwerken aus dem regionalen Umfeld unserer Projekte wie in Petershagen sind für uns ein zukunftsweisendes Modell“, erläutert Felix Genze, Geschäftsführer von Naturstromprojekte, die im Auftrag der Naturstrom-Gruppe deutschlandweit Anlagen plant und realisiert. „Eine solche Zusammenarbeit ermöglicht es uns, Erneuerbare-Energien-Anlagen im Sinne einer dezentralen Vor-Ort-Energiewende umzusetzen und gleichzeitig regionale Partnerschaften aufzubauen.“
Anteil regional erzeugten Ökostroms erhöhen
Die Anlage entsteht auf einer 73 Hektar großen Fläche etwa 75 Kilometer östlich Berlins. Nach der Inbetriebnahme werden die installierten Module jedes Jahr voraussichtlich etwa 73 Millionen Kilowattstunden Ökostrom liefern. Die Anlage mit über 120.000 Solarmodulen sei damit der größte bislang von der Naturstrom-Gruppe realisierte Solarpark.
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Die Hälfte des Solarparks, also 35 Megawatt, wird nun von den Berliner Stadtwerken übernommen. „Als Berliner Stadtwerke wollen wir unseren Anteil an regional erzeugtem Strom für die Energiewende weiter erhöhen. Damit leisten wir auch einen wichtigen Beitrag zu den ambitionierten Klimazielen des Landes Berlin“, sagt Chris Werner, Geschäftsführung der Berliner Stadtwerke. „Die Beteiligung am Solarpark Petershagen bringt uns hierbei einen wichtigen Schritt weiter.“
Gemeinde verdient mit
Mit dem vom Solarpark Petershagen erzeugten Strom will der Versorger – gerade in Zeiten hoher Energiepreise – dazu beitragen, die Strompreise für die kommunalen und privaten Kund:innen zu stabilisieren. „Denn klar ist: Der Strombedarf wird mit der Mobilitäts- und Wärmewende in den kommenden Jahren signifikant steigen“, ist sich Chris Werner sicher.
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Von der Anlage profitiert aber auch die Standortgemeinde Zeschdorf. Sie verdient an jeder produzierten Kilowattstunde mit. Denn die beiden Projektpartner haben mit der Gemeinde eine Beteiligungsvereinbarung nach Paragraph 6 des EEG abgeschlossen. Sie rechnen mit jährlichen Einnahmen in Höhe von 150.000 Euro pro Jahr. Dazu kommen noch die Einnahmen durch die Gewerbesteuer.
Werthaltigen Strom produzieren
Als nächsten gemeinsamen Schritt planen die beiden Projektpartner den Bau und Betrieb von Batteriespeichern in unmittelbarer Nähe für beide Teile des Solarparks. „Speichern kommt in dieser neuen Phase der Energiewende eine besondere Rolle zu“, begründet Felix Genze den Schritt. „Eine bedarfsgerechtere Einspeisung ist Trumpf, um möglichst werthaltigen Solarstrom zu produzieren und die Systemkosten der Energiewende zu senken“, erklärt er.