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Logistikpark in Sachsen bekommt integriertes solares Energiesystem

Im Logistikpark im sächsischen Meerane beginnt die Zukunft der Energieversorgung. Denn der auf dezentrale Anlagen spezialisierte Energieversorger Enviria setzt zusammen mit Deka Immobilien in der Stadt südlich von Leipzig und westlich von Chemnitz ein umfassendes Energiesystem um, das alle Bausteine der dezentralen solarbetriebenen Versorgung umfasst. So wird Enviria auf fünf der sechs Dächer der Logistik- und Industrieimmobilien Photovoltaikanlagen errichten. Die geplanten 26.300 Module werden auf einer Fläche von 122.000 Quadratmetern eine Gesamtleistung von 12,3 Megawatt erreichen.

Die Solaranlagen werden ergänzt durch Batteriespeicher und Ladeinfrastruktur für Elektroautos. Gesteuert wird das gesamte System durch ein intelligentes Energiemanagement. Perspektivisch wird Enviria auch noch das Dach des sechsten Gebäudes belegen.

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Auf langfristige Versorgungssicherheit ausgelegt

Der Energieversorger pachtet die Dächer der Immobilien von Deka und übernimmt die Finanzierung, die Errichtung und den Betrieb des gesamten Energiesystems. Den Strom wird Enviria an die Mieter in den Immobilien vermarkten. Dadurch kann Deka seinen Mietern preiswerten Sonnenstrom bieten, ohne selbst in die Anlagen investieren zu müssen. „Dieses Portfolio ist ein Beispiel dafür, wie sich aus bestehenden Immobilien ein integriertes Energiesystem entwickeln lässt – effizient, skalierbar und klar auf langfristige Versorgungssicherheit ausgerichtet“, erklärt Melchior Schulze Brock, Geschäftsführer von Enviria. „Die vollständige Kombination aus Photovoltaik, Speicher, Ladeinfrastruktur und intelligenter Steuerung bildet die Grundlage für eine Energieversorgung mit Erneuerbaren, die wirtschaftlich und systemdienlich zugleich ist.“

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Denn der größte Teil der mehr als 12,2 Millionen Kilowattstunden Sonnenstrom, die die Module jedes Jahr liefern, kann direkt vor Ort genutzt werden. Der Rest fließt ins Netz. Da der Logistikpark ohnehin einen leistungsstarken Netzanschluss hat, kann dieser für das gesamte solare Ökosystem genutzt werden.

Lastspitzen aktiv steuern

Kern des Projekts sind die Batteriespeicher. Diese können 25 Megawattstunden Solarstrom zwischenlagern und ihn mit einer Leistung von 12,5 Megawatt zur Verfügung stellen. Auf diese Weise unterstützen sie sowohl die Wirtschaftlichkeit der Gebäude als auch die Flexibilität im Energiesystem. „Durch die Integration von Batteriespeichern entsteht ein System, das Lastspitzen aktiv steuert, Eigenverbrauch effizient nutzt und gleichzeitig energiewirtschaftliche Chancen erschließt“, sagt Melchior Schulze Brock. „Die Verbindung dieser Elemente ist entscheidend für resiliente Gewerbeimmobilien“, ist er sich sicher. Einen zusätzlichen Mehrwert bieten die Ladestationen für die Elektroautos.

„Die Möglichkeiten der Flexibilisierung werden oft noch unterschätzt “

Energieflüsse intelligent steuern

Alle Komponenten werden über ein zentrales Energiemanagementsystem miteinander verknüpft und gesteuert. So könne gewährleistet werden, dass die vor Ort produzierte Energie genau dort eingesetzt werde, wo sie gebraucht werde. Enviria wird mit der Installation des neuen Energiesystems noch im dritten Quartal dieses Jahres starten. Die Inbetriebnahme ist für das dritte Quartal des darauffolgenden Jahres geplant.