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Netzwerk unterstützt beim Umstieg auf Großwärmepumpen in Wärmenetzen

Großwärmepumpen sollen in Zukunft in Baden-Württemberg eine größere Rolle bei der Dekarbonisierung von Nah- und Fernwärmenetzen spielen. Denkbar wäre dabei die Nutzung von einer Vielzahl an Wärmequellen wie Flüssen, Seen und Grundwasser, Abwasser oder industriellen Prozessen. So könnten fossile Energieträger schrittweise ersetzt werden.

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Solche Großwärmepumpen mit einer Heizleistung von mehreren hundert Kilowatt sind in der kommunalen Wärmeplanung im Südwesten derzeit nahezu flächendeckend vorgesehen, wissen die Experten von der Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg (KEA-BW). Allerdings stellen die Planung, die Genehmigung, die Finanzierung und die Integration der Wärmepumpen in die Netze die Kommunen, Versorger und Planer noch vor Herausforderungen.

15 Prozent Großwärmepumpen bis 2030 vorgesehen

Um die Nutzung der Technologie voranzutreiben, hat die KEA-BW zusammen mit Kommunen, regionalen Energieagenturen, Unternehmen, Behörden und Wissenschaft ein landesweites „Netzwerk Großwärmepumpen“ ins Leben gerufen. Schwerpunkt des Netzwerkes ist der Erfahrungsaustausch unter den einzelnen Partnern und die Entwicklung von gemeinsamen Lösungen, um die Technologie im Lande voranzubringen. Schließlich strebt das Land an, bis 2030 einen Anteil von Großwärmepumpen in den Wärmenetzen auf mindestens 15 Prozent voranzutreiben. Bis 2040 sind sogar mindestens 25 Prozent vorgesehen. Um dieses Ziel voranzubringen, treffen sich die Partner des Netzwerkes am 5. März 2026 zur ersten Beratung in Karlsruhe.

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Informationen zu Technik und Regularien

Ziel des Netzwerkes ist es, für Kommunen, Versorger und Planer belastbare Zahlen, Daten und Fakten bereitzustellen sowie eine Liste mit Praxisbeispielen zusammenzustellen. Das Netzwerk stellt zudem Informationen zum regulatorischen Rahmen für die Errichtung und den Betrieb von Großwärmepumpen bereit. Geplant ist auch die Erstellung einer Technologieübersicht und von Hinweisen zu gängigen Kombinationsmöglichkeiten mit anderen Wärmeerzeugern. Denn die Großwärmepumpen werden in der Regel in Kombination mit anderen Technologien betrieben. Infrage kommen unter anderem Photovoltaik, Solarthermie, Speicher und Blockheizkraftwerke (BHKW).

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Praktische Hilfe für die Auslegung von Anlagen

Das Netzwerk will außerdem praktische Hilfen zur Dimensionierung in Form von Auslegungstabellen und Rechenhilfen erstellen. Hinzu kommt eine Übersicht qualifizierter Akteure – von Planungsbüros über Hersteller und Errichter bis zu Contractoren und Projektentwicklern –, die im Rahmen der Netzwerkarbeit zusammengestellt werden soll. Der fachliche Austausch mit externen Fachleuten sei ebenfalls ein Arbeitsziel.

Weitere Informationen über das Netzwerk Großwärmepumpe und das erste Netzwerktreffen am 5. März 2026 in Karlsruhe finden Sie auf der Webseite der KEA-BW.