Erneuerbare Energien bei Google bevorzugen
Satte 60 Gigawatt Wechselrichterleistung kann SMA Solar Technology in Zukunft in Hessen produzieren. Denn der Leistungselektronikhersteller hat seine neue Gigawatt-Factory in Niestetal bei Kassel eröffnet. Für SMA ist es ein wichtiger Meilenstein beim Engagement für die Energiewende sowie für einen starken Industriestandort Europa.
Elektrifizierung schreitet voran
Die moderne Fertigung umfasst nicht nur die Herstellung von Leistungselektronik für solare Großanlagen. Hier werden auch Lösungen für Speicher, die Produktion von grünem Wasserstoff, für Rechenzentren und für hybride Energiesysteme produziert. Schließlich schreitet die Elektrifizierung von Industrie, Mobilität, digitaler Infrastruktur und Gesellschaft voran. Damit steigt auch der Bedarf an einer zuverlässigen Energieinfrastruktur. Die Herausforderung bestehe heute nicht mehr allein in der Erzeugung erneuerbarer Energie. Entscheidend sei vielmehr der Aufbau und der resiliente Betrieb der Infrastruktur, begründet SMA die Bedeutung einer heimischen Produktion von Leistungselektronik für diese Energieinfrastruktur.
Kritische Energieinfrastruktur bereitstellen
Die Resilienz sei erforderlich, um erneuerbare Energien zu integrieren, Stromnetze zu stabilisieren und eine sichere sowie bezahlbare Energieversorgung zu gewährleisten. „Eine verlässliche Energieinfrastruktur ist zur Voraussetzung für wirtschaftliches Wachstum, industrielle Wettbewerbsfähigkeit und die digitale Transformation geworden“, sagt Kaveh Rouhi, Finanzvorstand bei SMA Solar Technology. „Mit der Gigawatt-Factory investieren wir in die industriellen Fähigkeiten, die für die Energiesysteme der Zukunft erforderlich sind. Sie stärkt unsere Fähigkeit, kritische Energieinfrastruktur weltweit bereitzustellen, und unterstreicht unser klares Bekenntnis zu Technologie, Wertschöpfung und Produktion in Europa.“
Heimische Wechselrichterhersteller können europäischen Markt bedienen
Auf Skalierbarkeit ausgelegt
Mit der Konzentration auf Großanlagen im neuen Werk reagiert SMA zudem auf die Marktentwicklung. Denn das Unternehmen hat in den vergangenen zwei Jahren sein Portfolio primär in diesem Segment optimiert und auf dieser Basis das Produktionskonzept der Gigawatt-Factory kontinuierlich weiterentwickelt. Das Werk sei dadurch auf eine hohe Skalierbarkeit und ein deutlich gesteigertes Produktionsvolumen ausgelegt, teilt das Unternehmen mit. „Die Gigawatt-Factory ist weit mehr als eine neue Fertigung. Sie ist die Antwort von SMA auf die weltweit steigende Nachfrage nach verlässlicher Energieinfrastruktur“, betont Florian Bechtold, bei SMA für das Großanlagen- und Projektgeschäft zuständig. „Unsere Kunden realisieren heute immer größere und komplexere Energieprojekte. Die Gigawatt-Factory bietet uns die notwendige Größe, Flexibilität und Fertigungskompetenz, um dieses Wachstum zu unterstützen.“
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Moderne Produktionstechnologie aufgebaut
Insgesamt 80 Millionen Euro hat SMA in die neue Fertigung investiert. Allein die produktionstechnische Infrastruktur und die Anlagen haben 30 Millionen Euro gekostet. Die Produktion der neuesten Generation von Zentralwechselrichtern, Batteriespeichern und Energiemanagementsystemen findet in nagelneuen Hallen mit einer Fläche von 20.500 Quadratmetern statt. Im Mittelpunkt der Entwicklung des neuen Standorts standen nicht nur Resilienz, sondern auch umfassend digitalisierte Produktionsprozesse und skalierbare Fertigungsstrukturen.