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Forschung

EU-Projekt zu Biokohle gestartet

Das EU-Projekt wird in den nächsten vier Jahren mit insgesamt 500.000 Euro gefördert. Die Forscher wollen sich unter anderem mit der Herstellung und möglichen Risiken der Nutzung von Biokohle beim Co-Firing in konventionellen Verbrennungsanlagen auseinandersetzen.

Hoffnungsträger im Kampf gegen den Klimawandel

Forscher aus 23 Ländern arbeiten an "Biochar Europe", auch drei Unternehmen sind beteiligt. Koordiniert wird das Vorhaben von Bruno Glaser, Professor für Bodenbiogeochemie an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Das Projekt findet im Rahmen des "COSTAction" Programms der Europäischen Union statt und wird in den nächsten vier Jahren mit 500.000 Euro gefördert.

Biokohle gilt als großer Hoffnungsträger im Kampf gegen den Klimawandel. "Sie kann Kohlenstoff mehrere tausend Jahre speichern und nebenbei die Bodenqualität verbessern", erläutert Glaser. Biokohle besteht aus verkohlten organischen Materialien. "Ihre Herstellung ist die einzige Technologie, die der Atmosphäre aktiv Kohlenstoff entziehen kann," sagt Glaser. Ihre Wirkung und Zusammensetzung sei jedoch noch weitgehend unerforscht.

Biokohlenutzung in Europa vorantreiben

Um die unterschiedliche Expertise zu diesem Thema zusammen zu bringen, soll "Biochar Europe" deshalb ein europaweites Netzwerk für Experten aus Forschung und Praxis zum Thema Biokohle schaffen. Ziel ist es, die Nutzung von Biokohle in Europa voranzutreiben. In vier Arbeitsgruppen soll bis 2016 untersucht werden, wie Biokohle hergestellt und genutzt werden kann, wie sie auf die Umwelt wirkt, welche potenziellen Risiken die Technologie birgt und wie sie in den Wirtschaftskreislauf eingebracht werden kann.

COST steht für "European Cooperation in Science and Technology" und bildet einen staatenübergreifenden Rahmen für Europäische Zusammenarbeit in Wissenschaft und Technik, indem es die Koordination von national geförderter Forschung auf europäischer Ebene unterstützt. (Daniel Seemann)