Springe auf Hauptinhalt Springe auf Hauptmenü Springe auf SiteSearch

Batteriespeicher: Bessere Sicherheitsstandards sind notwendig

Der Markt für Batteriespeichersysteme wächst rapide. Vor allem Privathaushalte setzen derzeit immer mehr auf die Speicherlösungen, um mehr vom eigenen Solarstrom zu verbrauchen. Allerdings werden Bedenken hinsichtlich der Sicherheit der Batteriespeicher sind jedoch ein Hindernis, das einer breiteren Akzeptanz und einem weiteren Wachstum des BESS-Marktes entgegensteht.

Erkenntnisse zur Risikominimierung

Auch wenn das reale Brandrisiko bei Speicherbatterien sehr gering ist, stehen Sicherheitsbedenken immer wieder der Entscheidung für ein solches System entgegen. Mit einer neuen Studie klärt der Speicherhersteller Sigenergy zusammen mit dem Münchner Beratungsunternehmen TH Energy über den Stand der Sicherheit von Batteriespeichern auf. Die Studie bietet zudem handlungsrelevante Erkenntnisse zur Risikominderung und behandelt die wichtigsten Maßnahmen zur Verbesserung der Batteriesicherheit.

Wollen Sie über die Energiewende auf dem Laufenden bleiben? Dann abonnieren Sie einfach den kostenlosen Newsletter von ERNEUERBARE ENERGIEN – dem größten verbandsunabhängigen Magazin für erneuerbare Energien in Deutschland!

Kunden zahlen für mehr Sicherheit

So sollte für die Investoren in einen Speicher nicht allein der Preis zählen. Denn der Report stelle eine Diskrepanz zwischen Kostenoptimierung und Batteriesicherheit bei einer Vielzahl von Hersteller fest. „Normen und Zertifizierungen setzen zwar Marktstandards, decken aber oft nicht die wichtigsten Sicherheitsbedenken von Privatkunden ab“, betonen die Autor:innen. „Es wird deutlich, wie wichtig es ist, über die gesetzlichen Anforderungen hinaus zusätzliche Sicherheitskonzepte umzusetzen, um Bedenken wirksam zu begegnen.“ Kunden seien durchaus bereit, mehr zu zahlen, wenn die Sicherheitsmaßnahmen in einem Batteriespeicher über die üblichen Marktstandards hinausgehen.

Christian Löffler von Tesvolt: „Großspeicher profitiert von der Volatilität am Strommarkt“

Normen, Standards und Zertifizierungen anpassen

Um Installateure, aber auch die Investoren in Speichersysteme in die Lage zu versetzen, fundierte Entscheidungen zu treffen, bietet der Report einen detaillierten Vergleich von Energiespeicherlösungen auf der Grundlage ihrer Sicherheitsmerkmale. Zudem sprechen sich die Autor:innen für die Weiterentwicklung von Normen, Standards und Zertifizierungen aus. Nur so können diese mit dem technologischen Fortschritt und neuen Sicherheitsbedenken Schritt halten. Die Projektpartner gehen davon aus, dass die Anbieter von Speichersysteme ermutigt werden, die in dem Report beschriebenen Sicherheitsmaßnahmen zu übernehmen. Dadurch werde der Druck des Marktes nach strengeren Sicherheitsvorschriften in der gesamten Branche zunehmen.

Neue Studie: 53 Prozent bessere Netznutzung sind möglich

Guy Schaaf von Socomec: „Wir verkaufen kein Produkt, sondern Lösungen“

Mehr Vertrauen bei den Kunden gewinnen

Mit dem Report wolle Sigenergy die Batteriesicherheit neu definieren und sich um die Verbesserung der Sicherheitsstandards bemühen, um das Vertrauen der Verbraucher zu gewinnen, erklärt Thomas Hillig, Mitverfasser des Reports und Direktor der Beratungsfirma TH Energy. Durch die Offenlegung von Technologien, von Erkenntnissen aus umfangreichen Tests und dem realen Betrieb der eigenen Batteriespeicher wolle das Unternehmen einen höheren Maßstab für die Sicherheit auf dem Speichermarkt setzen und einen positiven Wandel in der gesamten Branche vorantreiben. „Dieser umfassende Sicherheitsreport ist als Handlungsaufruf für alle Akteure im Batterie-Energiespeicher-Sektor zu verstehen, Sicherheit und Innovation Priorität einzuräumen. Gemeinsam können wir das weitere Wachstum und die Nachhaltigkeit des Speichermarktes sicherstellen und gleichzeitig das Wohlergehen von Verbrauchern schützen“, betont Tony Xu, Geschäftsführer von Sigenergy.

Der Report steht auf der Webseite von TH Energy zum Download bereit. (su)