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UL Solutions, ein Unternehmen im Bereich der angewandten Sicherheitswissenschaft, hat ein erweitertes Testverfahren für Großbrände in Batteriespeichersystemen vorgestellt. Die Tests sollen Behörden und Feuerwehren praxisnahe Informationen darüber liefern, wie Batteriebrände entstehen, sich ausbreiten und auf benachbarte Anlagen oder Gebäude übergreifen können.
Die Tests werden nach der sechsten Ausgabe der Norm ANSI/CAN/UL 9540A durchgeführt, die Prüfverfahren zur Bewertung der Brandausbreitung bei thermischem Durchgehen in Batteriespeichersystemen definiert. Dabei handelt es sich um eine US-Norm, die auch in Kanada angewandt wird. Außerhalb von Nordamerika gilt die Prüfung nach IEC-System als internationaler Standard. Ein grundlegendes Äquivalent für Batteriesicherheit bietet dabei IEC 62619, das jedoch nicht vollständig zu vergleichen ist.
Die aktualisierte Methode erweitert die Vorgaben für Brandtests im Installationsmaßstab und ermöglicht es UL Solutions, realitätsnah nachzubilden, was geschieht, wenn ein Brand innerhalb eines Batteriespeichergehäuses ausbricht und wie sich dieser auf nahegelegene Anlagen oder Gebäude auswirken kann.
Thermisches Durchgehen als zentrale Gefahr
Thermisches Durchgehen bezeichnet einen Fehlerzustand, bei dem eine Überhitzung zur Freisetzung brennbarer Gase und in manchen Fällen zur Entzündung führt. Das Verständnis dieses Prozesses im Maßstab einer vollständigen Installation ist entscheidend für die Bewertung von Sicherheitsrisiken. „Batteriespeichersysteme werden in größerem Maßstab und näher an Wohn- und Arbeitsorten installiert", erklärte Wesley Kwok, Vizepräsident und Geschäftsführer der Abteilung Energie und Industrieautomation bei UL Solutions. „Diese Tests liefern Behörden und Feuerwehren praktische Daten, mit denen sie Layouts, Sicherheitsabstände und Brandschutzstrategien fundierter bewerten können."
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Im Rahmen der Großbrand-Tests initiiert das Unternehmen gezielt einen Brand innerhalb eines Batteriespeichergehäuses und beobachtet dessen Entwicklung unter realistischen Installationsbedingungen. Die Tests untersuchen, ob sich das Feuer zwischen einzelnen Batterieeinheiten ausbreiten kann, ob Hitze oder Flammen benachbarte Strukturen entzünden könnten und wie Belüftung und Gasfreisetzung das Brandverhalten beeinflussen. Zudem wird geprüft, wie aktive und passive Brandschutzmaßnahmen bei Batteriebränden funktionieren.
Praxisnahe Testkonfigurationen
Die Testkonfigurationen sind so gestaltet, dass sie reale Installationen widerspiegeln, darunter containerbasierte Außensysteme, Batterieräume in Gebäuden sowie Standorte, an denen mehrere Gehäuse gruppiert oder gestapelt sind. Die Ausrichtung der Testaufbauten an tatsächlichen Layouts soll sicherstellen, dass die Ergebnisse praktisch relevant sind.
Die Testergebnisse werden in detaillierten Berichten dokumentiert, die Behörden zur Bewertung von Installationsvorschlägen, zur Prüfung alternativer Designansätze im Rahmen von Brand- und Bauvorschriften sowie zur Beurteilung herstellerempfohlener Abstände nutzen können. Planer von Batteriespeichersystemen können dieselben Informationen verwenden, um regelkonforme, risikoorientierte Layouts zu entwickeln, alternative Designs zu begründen und Genehmigungsfragen frühzeitig zu klären. Feuerwehren können die Erkenntnisse für Gefährdungsbeurteilungen, Vorabplanung und Einsatzstrategien nutzen.
Bedeutung für die Einsatzplanung
„Da Gemeinden ihre Nutzung von Batteriespeichern ausweiten, müssen wir verstehen, wie sich diese Systeme in einem echten Notfall verhalten", sagte Robert Sapien Jr., Feuerwehrchef der Stadt San José. „Großbrand-Tests liefern uns die Daten, die wir benötigen, um unsere Einsätze zu planen und sowohl Feuerwehrleute als auch die Öffentlichkeit zu schützen. Die gewonnenen Erkenntnisse sind für die sichere Einführung dieser Systeme unverzichtbar."
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Die erweiterten Tests von UL Solutions sollen dazu beitragen, die Sicherheit von Batteriespeichersystemen zu verbessern und deren Integration in bestehende Infrastrukturen zu erleichtern. Durch die Bereitstellung praxisnaher Daten unterstützt das Unternehmen Behörden, Planer und Feuerwehren dabei, fundierte Entscheidungen über den Einsatz und die Absicherung dieser Technologien zu treffen.