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Studie: Erdwärme ist wirtschaftlich – selbst im Einfamilienhaus

Die Investition in die Geothermie lohnt sich für Hauseigentümer über die vielen Betriebsjahre der Geräte – sowohl im Mehrfamilien- als auch im Einfamilienhaus. Das ist das Ergebnis einer Kurzstudie durch das Beratungsinstitut Prognos im Auftrag des Bundesverbandes Geothermie, des Bundesverbandes Wärmepumpe (BWP) und der Erdwärmegemeinschaft Bayern. Dabei wird klar, dass sich die im Vergleich zur Luft-Wasser-Wärmepumpe höheren Investitionskosten wieder ausgleichen.

Langfristigen Betrieb betrachtet

Schließlich haben Wärmepumpen mit Erdsonden als Wärmequelle einige Vorteile gegenüber Luft-Wasser-Wärmepumpen – gegenüber Gasheizungen ohnehin. Um die Wirtschaftlichkeit der Geothermie zu ermitteln, haben die Analysten von Prognos die Investitionskosten für eine Erdwärmepumpe den Kosten im laufenden Betrieb über viele Jahre hinweg gegenübergestellt. Sie haben dies anhand eines typischen Einfamilienhauses und eines Mehrfamilienhauses mit acht Wohneinheiten getan.

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Zwei Hebel für die Wirtschaftlichkeit

Dabei haben sich für die Geothermie zwei wesentliche Hebel für die Wirtschaftlichkeit ergeben. So müssen Gasheizungen in der Regel nach 18 bis 20 Jahren ausgetauscht werden. Dies gilt zwar auch für die Wärmepumpen selbst. Doch die höheren Investitionskosten der Geothermie beruhen auf den Erdwärmesonden, die aufwendig installiert werden müssen. Deren Lebensdauer wird in der Studie mit 60 Jahren veranschlagt. Es sei aber auch durchaus realistisch, dass die Erdwärmesonden bis zu 100 Jahre laufen können.

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Ein zweiter Hebel für die Wirtschaftlichkeit sind die Energiekosten. So erreichen die Erdwärmepumpen eine höhere Jahresarbeitszahl als die Luft-Wasser-Wärmepumpen. Dadurch benötigen sie weniger Strom für den Betrieb bei gleicher Wärmelieferung. Auch im Vergleich zum Gaskessel schneiden sie besser ab. Zwar kann der Gaskessel in den ersten Jahren mit den beiden Wärmepumpen mithalten. Doch aufgrund steigender Gaspreise, eines wachsenden Anteils von teurem Biomethan und eines Anstiegs des CO2-Preises wird deren Betrieb sehr schnell sehr teuer.

Bei der Auswahl der Heizung genau hinsehen

Die Studie belegt klar, dass die Wärmepumpe unter den aktuellen Rahmenbedingungen die deutlich günstigere Option ist. „Insbesondere für Besitzer:innen von Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern mit langer Nutzungsperspektive lohnt es sich daher auch wirtschaftlich, bei der Auswahl des Wärmepumpensystems genau hinzusehen“, betont Martin Sabel, Geschäftsführer des BWP, mit Blick auf die Daten. Denn diese zeigen auch, dass die Geothermie wirtschaftlicher sein kann als die Luft-Wasser-Wärmepumpe.

Die Wärmequelle macht den Unterschied

So mache die Wärmequelle bei der Wirtschaftlichkeit einen Unterschied, schreiben die Analysten von Prognos. „Erdwärmepumpen weisen von Beginn an etwa 5 Prozent geringere jährliche Kosten auf. In größeren Gebäuden sind die Ergebnisse durch Skaleneffekte noch deutlicher: Ab dem ersten Jahr sind die jährlichen Kosten bei Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern niedriger als bei gasbetriebenen Wärmeerzeugern. Sole-Wärmepumpen liegen hier circa 15 Prozent unter den Kosten für Luft-Wärmepumpen“, lautet das Ergebnis.

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Investitionskosten amortisieren sich schnell

Über die Betriebsjahre hinweg kompensieren sich so die höheren Investitionskosten für die Wärmepumpe allgemein und für die Erdwärmepumpe im Besonderen. Die Daten zeigen, dass die Erdwärmepumpen im Einfamilienhaus nach zehn Jahren rund acht Prozent günstiger als Luftwärmepumpen sind. Im Mehrfamilienhaus beträgt der Vorteil sogar zwölf Prozent. „Auf die gesamte Lebensdauer hat die Technologie einen großen Vorteil – wer in Erdwärme investiert, handelt weitsichtig und stellt seine Wärmeversorgung auf sichere Füße“, ordnet Gregor Dilger, Geschäftsführer des Bundesverbandes Geothermie, die Ergebnisse ein.

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Aus Sicht der Erdwärmegemeinschaft Bayern liefert die Kurzanalyse zusätzliche belastbare Argumente für die Erdwärmepumpe. „Dass von Erdwärme gespeiste Wärmepumpen mit Wirtschaftlichkeit punkten, ist neben ihrer Umweltfreundlichkeit und ihrer langen Lebensdauer von mehreren Jahrzehnten ein weiterer Grund, auf diese Technologie zu setzen“, sagt Christoph Knepel, Vorstand der Erdwärmegemeinschaft Bayern.

Die Prognos-Studie „Wirtschaftlichkeit geothermischer Wärmepumpen“ steht auf der Webseite des Bundesverbandes Geothermie bereit.