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Netzanschluss

Weltweit längstes Gleichstromkabel für Offshore-Anbindung

Die mit 230 Kilometern bisher längste Offshore-Gleichstromanbindung und zwei Konverterstationen lässt Tennet jetzt unter anderen von Siemens bauen.

Inhaltsverzeichnis

Nicole Weinhold

Im Ausschreibungsverfahren um die Vergabe zum Bau des mit 230 Kilometern längsten Offshore-Netzanschlusssystems Borwin 5 hat Tennet die Zuschläge an das Konsortium Siemens AG / Dragados S.A. für die Konverterstationen an Land und auf See sowie an den schwedischen Kabelexperten NKT HV Cables AB für die Gleichstromerd- und Seekabel erteilt.

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„Wir freuen uns, mit Siemens und Dragados zwei im Konverterbau bewährten wie auch innovativen Unternehmen den Zuschlag zu erteilen und gleichzeitig mit NKT einen weiteren leistungsstarken Dienstleister aus dem Marktbereich der kunststoffisolierten Gleichstromkabel für unser jüngstes Offshore-Projekt zu beauftragen“, sagte Tim Meyerjürgens, COO von Tennet. Borwin 5 ist das 15. Offshore-Netzanschlusssystem, das von Tennet in der deutschen Nordsee umgesetzt wird, davon die zwölfte Gleichstromanbindung.

Smart-Plattform-Konzept

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Mit der Vergabe von Borwin 5 setze sein Unternehmen die kontinuierliche Kostenreduktion beim Bau von Offshore-Netzanbindungssystemen fort, so Tim Meyerjürgens: „Im Vergleich zum Vorgängerprojekt Dolwin 5 konnten wir für die Konverterstationen erneut eine wesentliche Kostensenkung erzielen." Ein Grund dafür sei, dass bei Borwin 5 erstmals zum Tragen kommende sogenannte Smart-Plattform-Konzept. Damit würden nicht nur die Kosten für den Plattformbau überschaubar bleiben, sondern man könne auch die Intervalle beim Thema Wartung und Instandhaltung auf einmal pro Jahr verlängern. Mit dem Smart-Plattform-Konzept treibt Tennet die Standardisierung weiter voran. Gemäß dem Prinzip ‚So wenig wie möglich, so viel wie nötig‘ installiert Tennet auf den Offshore-Plattformen nur die Technik, die unbedingt offshoreseitig vorhanden sein muss.

66-kV-Direktanbindung

Offshore-Anbindung-2014_V1

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Außerdem ist Borwin 5 nach Dolwin 5 das zweite Projekt, bei dem die Windenergieanlagen direkt über 66-Kilovolt-Drehstromkabel mit der Offshore-Plattform Borwin Epsilon verbunden werden. Dadurch fallen die bislang in jedem Windpark notwendigen Umspannstationen weg. Zudem sind keine 155-kV-Drehstromkabel zur Verbindung der Offshore-Plattform von Tennet mit der des Windparks mehr notwendig. Mittels eines 230 Kilometer langen Höchstspannungsgleichstromkabels überträgt Tennet den Strom nach der Umwandlung mit verlustarmer Gleichstromtechnologie an die Konverterstation Garrel/Ost an Land. Hier wird der Gleichstrom wieder in Drehstrom umgewandelt und ins Höchstspannungsnetz eingespeist. Mit der 66-kV-Direktanbindung gehört Borwin 5 zu der neuen Generation kosteneffizienter Offshore-Netzanbindungen, die einen wichtigen Beitrag zur Energiewende leisten.

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Bereits bei der Baubekanntgabe von Dolwin 5 im Mai 2019 verkündete Tennet Kostensenkungen von zehn Prozent. Allerdings ging der Auftrag zum Teil nach Singapur. Nun kommt mit Siemens also im harten Wettbewerb ein heimisches Unternehmen zum Zuge und technologische Verbesserungen sorgen für weitere Kostenersparnis.

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