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Förderung und Kredite

Acht Tipps für die Pelletheizung

Über eine Laufzeit von 20 Jahren kommen Pellet-Solar-Kombianlagen im Einfamilienhaus auf 50 Prozent niedrigere Kosten als mit einem Ölbrennwertgerät. Wer umrüsten will auf das Heizen mit Holzpresslingen, der kann zudem eine Reihe von Zuschüssen und zinsgünstigen Krediten in Anspruch nehmen. Außerdem sollten Effizienz- und Wartungsfragen berücksichtigt werden.

1. Speicher

Pelletheizung
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Foto: Thorben Wengert / pixelio.de

Pelletheizung und Solarthermieanlage sollten mit einem Warmwasserspeicher kombiniert werden. Dadurch wird verhindert, dass der Ofen bei geringem Wärmebedarf nur für wenige Minuten anspringt – was sehr ineffizient ist. Für die Warmwasserversorgung über Solarwärme reicht ein Trinkwasserspeicher aus. Andernfalls empfiehlt sich ein sogenannter Pufferspeicher, der Heizungswasser lagert. Über einen Wärmetauscher wird Trinkwasser erwärmt.

2. Welche Förderung gibt es?

Zum einen gibt es das Marktanreizprogramm für erneuerbare Energien des Bundesamtes für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle. Der Einbauer einer neuen Pelletheizung wird mit Zuschüssen bedacht, die nicht zurückgezahlt werden müssen. Zudem bietet die Kreditbank für Wiederaufbau ein Förderprogramm für energetisches Gauen und Sanieren. Die KfW verteilt zinsgünstige Kredite für die neue Pelletheizung und Tilgungszuschüsse. Dafür fasst das KfW-Programm 167, das über einen Zeitraum von bis zu zehn Jahren finanziert.

3. Kombination für Förderung und Kredit

Man muss sich nicht zwischen der Bafa-Förderung und dem KfW-Kredit entscheiden, sondern kann beides in Anspruch nehmen. 2.900 Euro gibt es von der Bafa für die Pelletheizung mit Pufferspeicher im Bestandsgebäude. Brennwertgeräte erhalten 750 Euro zusätzlich.

4. Förderung Solarwärme

Für eine Solarthermieanlage in Kombination mit Pelletofen gibt es einen Kombibonus in Höhe von 500 Euro. 1.500 Euro Förderung werden gezahlt, wenn die Solarthermie als Heizungsunterstützung eingesetzt wird.

5. Dämmung

Ist das Haus effizient gedämmt, zahlt die Bafa einen Zuschuss von 2.200 Euro als Effizienzbonus in Kombination mit Solar und Pellets. Soll das Haus erst noch gedämmt werden, kann das KfW-Effizienzhaus-Niveau als Zielmarke angepeilt werden, ein Baustandard für Niedrigenergiehäuser. Greift dieser Standard, so lassen sich Pelletheizung und Solarwärmeanlage mit zinsgünstigen Krediten bis 75.000 Euro über das KfW-Programm 151 finanzieren.

6. Pelletheizung für Neubau

Das KfW-Programm 153 bietet zinsgünstige Darlehen bis 50.000 Euro, wenn ein KfW-Standard für Neubauten eingehalten wird. Dieser Effizienzstandard kann über die Pelletheizung mit erreicht werden. Für eine Brennwertheizung im Neubau zahlt das Bafa 850 Euro. Dafür muss ein Antrag innerhalb von sechs Monaten nach Anschluss der Pelletheizung unter www.bafa.de eingereicht werden.

7. Antragstellung

KfW-Förderanträge müssen bei der eigenen Hausbank gestellt werden. Bietet die eigene Bank diesen Service nicht an, kann man sich unter www.kfw.de Beratungstermine durch Finanzdienstleister bekommen.

8. Wartung

Der Pelletkessel sollte in jedem Fall mindestens einmal in Jahr vom Kundendienst gewartet werden, damit die Leistungsfähigkeit garantiert werden kann. Die Wartung kostet bis zu 200 Euro. Während das Leeren der Aschenlade und das Reinigen der Brennkammer vom Besitzer übernommen werden können, übernimmt der Kundendienst unter anderem folgenden Aufgaben: Kontrolle und Reinigung von Rohren, Zündung, Gebläse. Kesselfunktion prüfen, Abgasmessung.
(Nicole Weinhold)