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Nordex

Rekordbestellungen für 2016

Mit neuen großartigen Wachstumsdaten bei den Aufträgen belegt Nordex, wie sehr der Windbranche im Binnenland mit modernen Spezialanlagen hierzulande Fahrtwind spürt. Zudem wollen sich in die Projekte nun offenbar sogar regionale Banken als Betreiber einschalten.

Der Hamburg-Rostocker Windturbinenbauer erklimmt seit Jahresanfang bei den Bestellungen aus Deutschland ein Auftragshoch nach dem anderen: Schon im ersten Quartal des Geschäftsjahres verzeichnete Nordex Bestelllungen nur zur Auslieferung von Windturbinen für deutsche Windparks in einem Leistungsvolumen von 157 Megawatt (MW). Damit übertraf Nordex in den ersten drei Wintermonaten des Jahres 2015 das eigene bisherige Auftragshoch aus dem ersten Geschäftsquartal von 2014: Das war damals wohlgemerkt der Start ins Jahr des bisher größten jährlichen Zubaus neuer Windleistung in Deutschland. Nun aber hat Nordex alleine in ersten beiden Monaten des zweiten Quartals 2015, im April und Mai, ebenfalls schon wieder Order über 150 MW für Deutschland eingesammelt. Und fast alle Bestellungen beziehen sich auf die Binnenlandturbine N117 mit 2,4 MW Leistung. Die Schwachwindanlage mit einem im Verhältnis zur Leistung besonders weit ausgreifenden Rotor ist seit ihrer Einführung im Jahr 2011 der Verkaufsschlager, der den Hamburgern jährlich größere Anteile am deutschen Windenergiemarkt beschert. Das Verhältnis von stark vergrößertem Rotor zur eher mittleren Anlagenkapazität von 2,4 MW sorgt für eine besonders regelmäßige Auslastung der Anlagen in Binnenlandregionen. Außerdem greifen solche Binnenlandturbinen dank ihres Spannweite verlässlicher auch die über dem Binnenland mitunter nur ungleich verteilten Windströmungen mitsamt Energiegehalt ab.

„Manche der neu bestellten Windturbinen aus dem ersten Geschäftsquartal sollen noch 2015 installiert werden, die meisten Turbinen gehen 2016 ans Netz“, sagt Nordex-Pressesprecher Felix Losada zu Erneuerbare Energien. Zum Vergleich: Im Jahr 2014 installierte Nordex 413,27 MW in Deutschland bei einem Marktanteil von 8,7 Prozent.

Spannend auch die Bestellung von zehn Anlagen für den fränkischen Windpark Thurnau. Investor ist hier die Genossenschaftsbank VR Bank Flensburg-Schleswig. Das zum Volks- und Raiffeisenbanken-Verbund gehörende Geldhaus will den Windparks selbst betreiben. Ein neues Bankengeschäftsfeld, auf das zuletzt die Bielefelder Privatbank Bankhaus Lampe mit ihrer Erneuerbaren-Tochter CEE als Betreibergesellschaft aufmerksam gemacht hat.

(Tilman Weber)