Foto: Detlef Wieczorek - Flickr

Regenerativverbände

BEE und BWE ziehen auf dem Euref-Campus zusammen

Regenerativverbände künftig mit gebündelten Kräften am selben Standort: BEE und BWE ab 2020 auf dem Euref-Campus.

Inhaltsverzeichnis

Nicole Weinhold

Die Verschmelzung der deutschen Regenerativverbände zu einem starken Gesamtverband geht in die nächste Runde. Nachdem im Februar bereits der Geschäftsführer des Bundesverbands Windenergie (BWE), Wolfram Axthelm, und der Geschäftsführer des Fachverbands Biogas, Claudius da Costa Gomez, die Geschäftsführung des Dachverbands Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE) übernommen hatten, wachsen die Verbände bald auch räumlich zusammen. Während der jüngsten Mitgliederversammlung wurde bekannt gegeben, dass BEE und BWE im nächsten Jahr ihre Geschäftsstellen auf den Euref-Campus in Berlin-Schöneberg verlegen.

Im CO2-neutralen Quartier

Dort sind bereits zahlreiche Regenerativfirmen und -Institutionen wie H2 Mobility, Climate KIC, die Bahn und Green City Solutions ansässig. Die Energieversorgung dort ist CO2-neutral: Zentrales Element der Energiewerkstatt ist ein Blockheizkraftwerk. Es gibt kleine Windkraft, Solar, Power-to-X, saubere Wärme aus Abwärme, zahlreiche Ladesäulen für E-Mobilität - eben ein umfassendes Quartierskonzepte. So wird die Integration des Verbandes für einen gestärkten Dachverband mit handlungsfähigen Fachverbänden also Schritt für Schritt weiterverfolgt. Einer der Gründe für das Zusammenwachsen war die Klage vonseiten der Politik, dass zu viele Vertreter der zahlreichen Regenerativverbände auf sie zugekommen seien. Künftig soll also immer mehr mit vereinter Stimme gesprochen werden.

Bärbel Heidebroek und Ursula Prall neu im BEE-Vorstand

Dazu wurden im Rahmen der Mitgliederversammlung des Bundesverbands Erneuerbare Energie bei Wahlen einzelne Vorstandspositionen im Dachverband besetzt. Der BEE begrüßte herzlich Bärbel Heidebroek, Vizepräsidentin des BWE, Ursula Prall, Vorstandsvorsitzende der Stiftung Offshore Windenergie, sowie Günter Haug, Geschäftsführer der Baywa RE renewable energy GmbH und bereits Vorsitzender des BEE-Unternehmerbeirates, die neu in den Vorstand aufgerückt sind. Des Weiteren sind im Vorstand Vertreter der Spartenverbände Solar, Bioenergie, Geothermie und Wasserkraft sowie aus den Landesvertretungen des BEE vertreten.

Systemverantwortung und Versorgungssicherheit

„Unser Vorstand ist nun wieder komplettiert und repräsentiert die Erneuerbaren in ihrer ganzen Breite. Wir stehen vor der Aufgabe die Energiewende durch einen, über alle Technologien hinweg, deutlich beschleunigten Ausbau der erneuerbaren Energien weiter abzusichern. Damit stärken wir den Industriestandort Deutschland und tragen zum Erreichen der Klimaziele bei", so Simone Peter, BEE-Präsidentin. Die BEE-Fachverbände und Unternehmensmitglieder stellten sich der wachsenden Verantwortung, die die Erneuerbaren nicht nur im Sektor Strom übernommen haben, sondern auch in den Sektoren Mobilität, Wärme und Industrie. Energiewirtschaftliche Fragestellungen, Systemverantwortung und Versorgungssicherheit würden im Mittelpunkt der Themenausrichtung des BEE stehen. "Zugleich werden wir uns engagiert in die politischen und gesellschaftlichen Debatten einbringen: Den Erneuerbaren gehört die Zukunft!“

Andreas Feicht

Chef der Stadtwerke Wuppertal wird Staatssekretär

Das Personalkarussel dreht sich zu Jahresbeginn: Peter Altmaier hat endlich einen Nachfolge-Staatssekretär für Baake und Peter Röttgen verlässt den BEE.

Verbände rücken zusammen

BWE und Fachverband Biogas stellen die Geschäftsführung des BEE

Die deutschen Regenerativverbände wachsen zusammen. Dachverband BEE hat Geschäftsführer vom BWE und Fachverband Biogas als Nachfolger von Peter Röttgen berufen.

Klimapolitik

Klimakabinett versagt - Entscheidung für CO2-Preis überfällig

Die ergebnislose dritte Sitzung des Klimakabinetts hat für Kritik vonseiten zahlreicher Umweltinstitutionen gesorgt.

Meinung

Gegen technologieoffene Ausschreibungen

Peter Röttgen, Geschäftsführer Bundesverband Erneuerbare Energie (BEE), erklärt, warum er technologieoffene Ausschreibungen nicht für sinnvoll hält.