Erneuerbare Energien bei Google bevorzugen
Trotz eines Rekordwachstums beim Ausbau der erneuerbaren Energien, droht die Welt, ihr Ziel von 11,2 Terawatt (TW) Kapazität im Jahr 2030 zu verfehlen. Das geht aus einem Bericht hervor, den die Internationale Organisation für Erneuerbare Energien (Irena) gemeinsam mit der Türkei als Vorsitzende der COP31 und der Global Renewables Alliance (GRA) jetzt veröffentlicht hat.
Demnach waren Ende 2025 insgesamt 5,15 TW installiert. Der Zuwachs im vergangenen Jahr betrug laut Bericht 693 Gigawatt (GW) erneuerbarer Energieleistung – ein Rekord, so Irena. Um das vereinbarte Ausbauziel zu erreichen, müsste sich aber das jährliche Wachstum zwischen 2026 und 2030 auf durchschnittlich 1.200 GW beschleunigen.
Investitionen in den Netzausbau müssten sich verdoppeln
Der Bericht „Delivering on the UAE Consensus: Tracking progress toward tripling renewable energy capacity and doubling energy efficiency by 2030“ ist die dritte Bestandsaufnahme der Fortschritte auf dem Weg zu den Energiezielen, die auf der COP28 festgelegt wurden.
„Jahr für Jahr werden mit der Beschleunigung der Energiewende im Bereich der erneuerbaren Energien Rekorde gebrochen“, kommentierte António Guterres, Generalsekretär der Vereinten Nationen. „Wir müssen jedoch noch weiter und schneller voranschreiten, um die Engpässe zu beseitigen, die die Energiewende verzögern, um Investitionen in Entwicklungsländer zu lenken und um unsere Abhängigkeit von instabilen fossilen Brennstoffen ein für alle Mal zu überwinden.“
Nach Ansicht der Autoren müssten sich etwa die Investitionen in den Netzausbau bis 2030 jährlich auf fast 1 Billion US-Dollar verdoppeln. Gleichzeitig müsste mehr Geld in die Kombination von Solar-, Windenergie- und Speichertechnologien fließen, um eine stabile, kostengünstige und rund um die Uhr verfügbare Stromversorgung sicherzustellen.
Herausforderung: Rasant steigender Strombedarf
Erneuerbare Energien seien 2025 in den meisten Märkten die kostengünstigste Quelle für neuen Strom, konstatiert der Bericht. Da zugleich die Kosten für Batteriespeicher zwischen 2024 und 2025 um 30 Prozent und seit 2010 um unglaubliche 95 Prozent gesunken seien, setzte sich die Kombination aus Solarenergie und Speicherkapazitäten am selben Standort zunehmend durch. 2025 machte dies etwa ein Viertel der weltweit in Betrieb genommenen großen Solarkraftwerke aus.
Die Welt reißt das 1,5-Grad-Ziel – zum dritten Mal
„Erneuerbare Energien können die Lücke bis 2030 noch schließen, doch die Energieeffizienz hinkt hinterher, der Strombedarf steigt schneller als erwartet und die Netzinfrastruktur hat mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien nicht Schritt gehalten“, kritisierte Francesco La Camera, Generaldirektor der Irena,und warnte: „Angesichts der Anzeichen, dass sich auch der Kapazitätsausbau verlangsamen könnte, müssen wir unsere Ambitionen in Bezug auf das 1,5°C-Ziel einer Realitätsprüfung unterziehen.“