Foto: Fraunhofer ISE

Modulherstellung

Neuer Zellverbinder erhöht Modulleistung

Durchschnittlich 1,9 Watt zusätzlich haben die Forscher des Fraunhofer ISE zusammen mit ihren Kollegen von Heraeus aus einem Modul mit einem neuen Zellverbinder herausgeholt. Er lässt sich ohne Aufwand und ohne Zusatzkosten in bestehenden Produktionslinien einsetzen.

Das Fraunhofer ISE hat zusammen mit Heraeus einen neuen Zellverbinder für Solarmodule entwickelt. Mit dem Selectively Coated Ribbon (SCRTM), wie der neue Verbinder heißt, erzielen die Forscher einen Leistungsgewinn von durchschnittlich 1,9 Watt bei herkömmlichen Solarmodulen mit 60 Zellen. Das klingt erst einmal wenig. Doch schon in Mitteleuropa produziert jedes Modul damit pro Jahr etwa zwei Kilowattstunden Strom mehr als mit einem bisher verwendeten Zellverbinder. Zumal auf die Hersteller keine Mehrkosten zukommen. Denn nach Angaben der Forscher lasse er sich ohne irgendwelche Modifikationen an der Produktionsanlage in der industriellen Modulfertigung einsetzen.

Verbinder reflektiert Licht in die Zelle

Die Mehrleistung wird erreicht, indem der neue Zellverbinder das einfallende Licht indirekt auf die Solarzelle. Dazu haben die Forscher die Kanten der Verbinder entsprechend beschichtet. Der Effekt funktioniert unabhängig vom Einfallswinkel der Sonnenstrahlen.

Der neue Zellverbinder ist hinsichtlich aller Belastungen durchgetestet. Die mit ihm hergestellten Module bestehen die Belastungstests nach Prüfnorm IEC 61215. Die Zellverbinder wurden außerdem in erweiterten Tests geprüft. So halten sie auch extremen Temperaturwechseln, einer erhöhten UV-Einstrahlung und hoher Feuchtigkeit klaglos stand. „Im direkten Vergleich zum gängigen Zellverbinder mit umlaufender Lotbeschichtung zeigten sich keine Einschränkungen hinsichtlich der Zuverlässigkeit“, betonen die Freiburger Forscher.

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