Foto: EnBW

Solarpark

Solarpark statt Armee-Sprengplatz

EnBW: 2,62-MW-Solarpark in Kenzingen. Die Photovoltaikanlage auf ehemaligem Sprengplatz der französischen Armee spart jährlich 2.100 Tonnen CO2.

Inhaltsverzeichnis

Nicole Weinhold

Seit 2016 betreibt die EnBW Solar GmbH den 4,4 Hektar großen Solarpark im badischen Kenzingen. Die rund 9.900 Photovoltaikmodule inklusive leistungsstarker Delta-M50A-Wechselrichter erbringen eine Gesamtleistung von 2,62 Megawatt zu Spitzenzeiten und liefern pro Jahr Strom für durchschnittlich 850 Haushalte. Eigentümer der Solarpark Kenzingen GmbH sind der Neckar-Elektrizitätsverband (NEV) (85 %), ein kommunaler Zweckverband aus 167 Städten und Gemeinden sowie neun Landkreisen, die EnBW (10 %) und die Kenzingen Regenerativ GmbH & Co. KG (5 %), ein Bürgerbeteiligungsprojekt der Ökostromgruppe

Freiburg. Als EPC-Dienstleister (Engineering, Procurement and Construction) übernimmt die EnBW dabei die Direktvermarktung und technische Betriebsführung des Solarparks.

Solarpark macht aus belasteter Fläche wieder Nutzfläche

In der Nähe der badischen Kleinstadt Kenzingen nutzte das französische Militär von 1950 bis 1988 eine Fläche von 4,4 Hektar als Sprengplatz. Weil dieses Gebiet durch Rückstände der Sprengkörper heute als kontaminiert gilt, musste die Stadt die ursprünglichen Pläne für eine landwirtschaftliche Nutzung verwerfen und eine neue Lösung suchen. 2013 entschieden die zuständigen Verbandsmitglieder aus Kenzingen und umliegenden Gemeinden, das Grundstück für die Bebauung mit einer Photovoltaikanlage aufzubereiten. Dadurch kann die Fläche sinnvoll und dauerhaft genutzt werden, und sie leistet durch die Produktion von grünem Strom zudem einen Beitrag zur Energiewende in ländlicheren Gebieten – Bürgerbeteiligung durch

die Eigentümerstruktur inklusive.

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