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Doppelt misst besser? Fraunhofer IWES testet zwei Lidar-Systeme auf eigener Boje

Das Fraunhofer-Institut für Windenergiesysteme IWES setzt erstmals zwei verschiedene Arten von Profiling-Lidar-Systemen gleichzeitig auf einer eigenen Messboje ein. Dabei geht es zum einen um Test und Validierung der neuartigen Systeme. Gleichzeitig untersucht das Projektteam das Potenzial einer Dual-Lidar-Konfiguration für Offshore-Windmessungen.

Messkampagne läuft seit April

„Das Dual-Lidar-Konzept bietet mehrere Vorteile für Offshore-Windmessungen“, sagt Stephan Stone, Gruppenleiter Windmesssysteme am Fraunhofer IWES. „Das gibt uns größere Flexibilität bei der Erfüllung unterschiedlicher Messanforderungen und Kundenbedürfnisse.“ Je nach Anwendung könnten zwei Lidar-Systeme entweder dazu genutzt werden, die Datenverfügbarkeit durch Redundanz zu erhöhen, oder um mithilfe unterschiedlicher Messkonfigurationen komplementäre Datensätze zu erfassen.

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Seit April 2026 sind ein „BEAM6x WindPower“ von Lumibird und ein „WindCube 2.1 XP“ von Vaisala auf einer Wind-Lidar-Boje des Fraunhofer IWES in der Nordsee im Einsatz. Beide Systeme erfassen gleichzeitig Messdaten. Die Wissenschaftler validierten diese anhand eines IEC-Messmasts sowie kalibrierter Lidars auf der FINO-3-Plattform und bewerteten zugleich die Leistung beider Lidar-Systeme unter identischen Offshore-Bedingungen, heißt es in einer Presseinformation des Fraunhofer IWES.

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Modularer Aufbau der Boje schützt Systeme vor Bedingungen auf hoher See

Die beiden Lidar-Systeme sind demnach in separaten Schutzgehäusen untergebracht, die auf einer gemeinsamen Tragkonstruktion montiert sind, die speziell für den Einsatz auf Fraunhofer IWES Wind-Lidar-Bojen entwickelt wurde. Dieser modulare Aufbau schütze die Instrumente vor Wellenschlag und vor den korrosiven Bedingungen auf hoher See, ohne dass die Hersteller spezielle Anpassungen für den Offshore-Einsatz vornehmen müssten, hieß es weiter.

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Über die Bewertung der eingesetzten Systeme und des Doppelgehäuse-Konzepts hinaus ermöglicht dieser Einsatz dem Fraunhofer IWES nach eigenen Angaben, die Anwendung seiner hochfrequenten, deterministischen Werkzeuge zur Bewegungskompensation weiter zu untersuchen. Dies trage dazu bei, die Ergebnisse zur Bestimmung der Turbulenzintensität weiter zu verbessern. Die Messkampagne ist Teil des Forschungsprojekts Wind-Lidar-Boje NG.